Regionale 2025: 150 Ideen für das Bergische Rheinland

Regionale 2025 : 150 Ideen für das Bergische Rheinland

Die Stadt Hennef hofft bei der Regionale 2025 auf Unterstützung für die Stadt Blankenberg. An dem NRW-Strukturförderprogramms ist der Rhein-Sieg-Kreis mit 30 Prozent als Gesellschafter beteiligt. Rund 150 Ideen liegen bereits vor.

Wo ist das Bergische Rheinland? Eine Skizze der Regionale-2025-Agentur zeigt, wie sich die Landschaft vom Kölner Dom über die Rheinschiene bis hoch nach Much zieht. Den ländlichen rechtsrheinischen Raum und die Ballungsgebiete besser zu verbinden, ist nämlich ein Anliegen des NRW-Strukturförderprogramms Regionale 2025, an dem der Rhein-Sieg-Kreis mit 30 Prozent als Gesellschafter beteiligt ist.

Die sieben östlichen Kommunen von Hennef und Lohmar bis Windeck gehören jetzt zum Bergischen Rheinland, das langsam greifbar wird. In der kommenden Woche sollen die ersten zwei Projekte der Regionale 2025 den A-Status und damit grünes Licht für die Umsetzung bekommen.

Rund 150 Ideen liegen bereits im Projektspeicher der Regionale-Agentur in Bergisch Gladbach. Wie berichtet, erhofft sich die Stadt Hennef eine Förderung für das mittelalterliche Stadt Blankenberg, wo eine umfangreiche Sanierung der Stadtmauer, der Bau eines Kultur- und Heimathauses, eine neue Feuerwache, ein Panoramarundweg und eine Fußgängerbrücke geplant sind. Das Projekt hat zurzeit den Status C, was für eine Idee mit solider Ausgangssituation steht.

Eine bergische Seenplatte?

Die Regionale hat sich nach Auskunft des stellvertretenden Geschäftsführers Thomas Klemme auf fünf Entwicklungspfade begeben und beschäftigt sich mit Arbeitsplätzen, Verkehr, Kulturlandschaft, Wohnen und „neuen Partnerschaften quer vernetzt“. Der Blick richtet sich zum Beispiel auf die Fluss- und Talsperrenlandschaft, zu der auch die Wahnbachtalsperre gehört, die zu einer „bergischen Seenplatte“ vereint werden könnten.

„Wir möchten das Beste aus beiden Welten verbinden. Das besondere am Bergischen Rheinland ist, dass man in maximal einer Stunde an der Rheinschiene ist und die Vorzüge des ländlichen Raums hat“, sagt Molitor, der auch Geschäftsführer des Vereins Region Köln/Bonn ist. Ziel sei, für die Regionale 2025 keine neuen Flächen zu verbrauchen. „Es gibt genug Flächen, mit denen man umgehen kann.“ Molitor nennt als Beispiel die Ortsmitten, Konversionsflächen und Industriebrachen.

Im Gegensatz zur Regionale 2010, die vor allem städtebaulich und architektonisch ausgerichtet war, nimmt das aktuelle Strukturprogramm stärker die Lebenswelt der Menschen in den Blick. Es geht zum Beispiel um Gesundheitsversorgung in den Dörfern und Wohnformen für alle Altersgruppen.

Weitere Ideen bis 2023 erwartet

Ein weiteres Thema heißt „Heimat und Identität“: „Es geht darum, identitätsstiftende Orte zu schärfen“, sagt Thomas Kemme. Reimar Molitor ergänzt: „Wie kann man Kirchen nachnutzen, wenn es notwendig ist?“ Es müsse auch nicht jeder Bauernhof in einer Pferdepension enden. „Vielleicht besteht auch ein Projekt darin, dass wir einfach etwas abreißen, wenn auf einer Industriebrache die Birken aus dem Schornstein wachsen“, erklärt der Geschäftsführer.

Er geht davon aus, dass bis zum Jahr 2023 viele weitere Projektideen bei der Agentur eingehen. Nach der Sitzung des Lenkungsausschusses könnten bis zu 25 Projekte einen Status haben und damit die Qualifizierungsleiter erklimmen. „Wir fördern eine moderne Vorstellungen von gutem Leben, die Urbanität hat, aber auch den Charme des Ländlichen“, sagt Molitor. Mitte bis Ende 2020 werde sich ein klareres Bild ergeben, wo es mit der Regionale 2025 hingehe. Zwischen all den Projektanträgen und Leitideen setzt er auf lebendigen Austausch: „So eine Regionale muss auch Spaß machen.“

Mehr Informationen gibt es auf www.regionale2025.de.

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