Bildung in Niederkassel: Clara, Marcel und Finn haben die besten Argumente

Bildung in Niederkassel : Clara, Marcel und Finn haben die besten Argumente

Drei Schüler gewinnen und fahren zum Regionalfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ nach Köln.

Die Rotunde ist voll besetzt mit Schülern der achten und neunten Klassen. Sie alle lauschen dem Schlagabtausch zwischen Daniel (9a), Finn (9c), Clara (8b) und Marcel (9d). Die vier Klassensieger sind im schulinternen Debattier-Finale des Kopernikus-Gymnasiums angelangt und üben sich in der Kunst des Austauschs von Argumenten.

Christian Altkemper und Christine Malik sind die Schulkoordinatoren für die Beteiligung am Wettbewerb der Hertie Stiftung „Jugend debattiert“ und sie sind begeistert über das hohe Niveau ihrer Schützlinge. „Sie haben viel Sachkenntnis, eine gute Bilanz gezogen, die passenden Beispiele gebracht und sind mit dem Druck gut umgegangen“, resümiert Altkemper die Leistung der drei Schüler und der Schülerin.

„Sollen Kaffeebecher zum Mitnehmen mit Pfand belegt werden?“ Über diese Frage tauschen sich die vier Finalisten aus. Ob sie in der Runde Pro oder Contra argumentieren müssen, das erfuhren die Vier erst zwei Minuten vor Beginn der Show. Zwei Minuten Eröffnungsrede, zwölf Minuten Aussprache und eine Minute Schlussrede hat jeder der Viererrunde, um die Zuhörer auf seine Seite zu ziehen – entweder für oder gegen das Pfand auf Kaffeebechern.

„Das Thema hörte sich zunächst einfach ein, aber beim Recherchieren merkte ich, dass es gar nicht so leicht war, viele Argumente zu finden“, meint Clara. Vorbereitet wurde das Projekt nunmehr zum dritten Mal im Politik-Unterricht des Gymnasiums. Die drei besten der vier wortgewandten Debattierer dürfen nun nach Köln zum Regionalfinale des Wettbewerbs. Vor dort aus geht es möglicherweise weiter zum Regionalfinale und über das Landesfinale bis ins Bundesfinale. Wie die Nachwuchstalente ihre Argumentation trotz der vielen Zuhörer hinbekommen haben, erklärt Clara, die am Ende von den Juroren mit dem ersten Platz belohnt wird. „Ich blende die Leute um mich herum einfach aus und konzentriere mich nur auf meine Gesprächspartner“, meint sie.

Das sei so spannend, dass man alles andere vergesse. Dass er möglicherweise wichtige Argumente vergessen könnte, diese Befürchtung hatte Marcel vor der finalen Debatte. Er meisterte seine Sache jedoch hervorragend und wurde mit Platz zwei belohnt, vor Finn und Daniel, die den dritten beziehungsweise vierten Platz belegten. Das die Entscheidung angesichts der hohen Qualität sehr knapp war, betonte Altkemper bei der Siegerehrung.

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