Spatenstich in Niederkassel: Post lässt neuen Zustellstützpunkt bauen

Spatenstich in Niederkassel : Post lässt neuen Zustellstützpunkt bauen

Verteilzentrum im Gewerbegebiet kostet 1,7 Millionen Euro und soll im August fertig sein

Der Zustellstützpunkt der Deutschen Post zieht um: Wenn alles abläuft wie geplant, wird das Zustellzentrum im August seine Pforten in dem neuen Gewerbegebiet gleich hinter der Feuerwehr in Niederkassel öffnen. „Es wird eines der modernsten Zentren sein und eines der ersten, das nach dem neuen Layout den veränderten Ansprüchen gerecht wird“, freute sich Dirk Merz, Niederlassungsleiter der Deutschen Post in Bonn, anlässlich des ersten Spatenstichs am gestrigen Montag.

Der aktuelle Zustellstützpunkt in der Niederkasseler Poststraße platzt aus allen Nähten. Schon seit 2011 versuchen die Vertreter der Post gemeinsam mit dem Immobilienbüro Vetterik einen geeigneten Ersatz zu finden. Die Pakete kommen aus Neuwied und die Briefe aus Spich zum Zustellzentrum in Niederkassel, von wo aus sie dann in der gesamten Stadt verteilt werden. „Es war nicht ganz einfach“, lässt Bürgermeister Stephan Vehreschild die vergangenen Jahre Revue passieren, denn das neu geschaffene Gewerbegebiet habe es noch nicht gegeben. „Heute geht man von einer völlig anderen Größendimension aus als noch vor vier Jahren“, erinnert er sich. Was die Post wollte, war ein möglichst zentraler Standort, damit die Zusteller nicht zu lange Weg haben, sagte Stefan Rübenach, Immobilienplaner der Deutschen Post.

Gefunden hat man nun im Herzen der Stadt ein 3600 Quadratmeter großes Grundstück, ausgerichtet auf mindestens 22 Fahrzeuge und Lastwagen sowie für die Andienung von Briefen. 35 Beschäftigte werden in dem neuen Zustellzentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Millionen Euro ihren Dienst versehen. Täglich werden rund 1500 Pakete und Päckchen in Niederkassel verteilt. Burghart Beil und Jürgen Sausen sind die Bauherren des Gebäudes, das an die Post vermieten wird. Die Generalunternehmer aus Ranzel machten sich nach der Anfrage der Post auf die Suche nach einem Grundstück, dessen Größe immer weiter wuchs. Man wurde zunächst in Ranzel fündig, aber der Standort war der Post nicht zentral genug gelegen. Das neue Gebäude wurde von der Niederkasseler Architektin Ulrike Schnitzler geplant und besteht aus drei Bereichen: der Verwaltung, dem Briefzentrum und dem Paket-Versand. „Diese Trakte können mit den unterschiedlichen Fahrzeugen angefahren werden“, so die Architektin.

Ein großes Dach, unter dem be- und entladen wird, sorgt dafür, dass die Pakete und Briefe nicht nass werden. Einweihung wird am 15. August sein. Vehreschild gab sich angesichts der kurzen Bauzeit optimistisch. „Sie greifen auf ortsansässige Unternehmen zurück, ich bin zuversichtlich, dass der Termin eingehalten wird.“ Auch wenn dann vielleicht die letzte Kaffeemaschine noch nicht angeschlossen sei. Die Straße am Zustellzentrum wird Heinrich-von-Stephan-Straße heißen, nach dem Generalpostdirektor im Deutschen Reich und Mitbegründer des Weltpostvereins.

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