Polizei ermittelt in Vinxel: Zweijährige in Königswinter von Bustür getroffen

Polizei ermittelt in Vinxel : Zweijährige in Königswinter von Bustür getroffen

Beim Aussteigen aus einem Bus in Vinxel ist am Mittwochnachmittag ein zweijähriges Mädchen von der Bustür getroffen worden. Die Mutter hat Anzeige bei der Polizei erstattet, die RSVG bedauert den Vorfall.

Nach einem Zwischenfall in einem Bus der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) in Königswinter-Vinxel sucht die Polizei nach Zeugen. Dort war am Mittwochnachmittag ein zweijähriges Kind von einer Bustür getroffen und verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war eine Mutter nach eigenen Angaben mit einem Kinderwagen und ihrer Tochter in einem Bus der Linie 541 in Richtung Oberkassel unterwegs und wollte gegen 15.25 Uhr an der Haltestelle Vinxel Mitte aussteigen. Beim Verlassen des Fahrzeuges durch die hintere Tür sei das Mädchen von der Bustür an der rechten Wange getroffen worden. Der Fahrer setzte seine Fahrt fort. Mutter und Tochter hätten anschließend selbstständig einen Arzt aufgesucht. "Es ist unklar, ob der Fahrer die Situation bemerkt hat", sagt der Polizeisprecher.

RSVG-Betriebsleiter Frank Wiedemann bedauert den Vorfall. "Es ist eine unglückliche Situation." Nach Angaben des Busfahrers des Subunternehmens, das für die RSVG fährt, sei eine Dame mit ihrem Kinderwagen ausgestiegen. Er habe die beiden dann draußen gesehen und daher den Knopf gedrückt, damit die Tür schließt, sagt Wiedemann. Da die Tür jedoch auf einen Widerstand gestoßen sei, sei sie aufgrund des funktionierenden Einklemmschutzes wieder aufgegangen. Anschließend habe der Fahrer ein kleines Kind aussteigen sehen. "Der Fahrer hat das Mädchen zuvor im Bus nicht gesehen", sagt Wiedemann. Dies sei aufgrund der Höhe der Rückenlehnen nicht ungewöhnlich. Der Fahrer sei sich zudem nicht sicher gewesen, ob das Kind der Grund war, dass die Tür nicht schloss. Weder die Mutter noch andere Fahrgäste hätten den Fahrer darüber hinaus darauf aufmerksam gemacht, dass das Kind von der Tür getroffen wurde. Aus diesem Grund habe dieser seine Fahrt fortgesetzt.

"Der Fahrer und der Subunternehmer sind todunglücklich", sagt Wiedemann. Weder die Mutter noch die Polizei hätten sich nach Angaben des Betriebsleiters von Donnerstagnachmittag bislang bei der RSVG gemeldet. "Sonst hätten wir uns auch schon längst bei der Mutter und dem Kind entschuldigt." Die Mutter hat Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht erstattet, die Polizei ermittelt.

Da in dem Bus noch weitere Fahrgäste saßen, hofft die Polizei nun mit Hilfe von Zeugen, das Geschehen aufklären zu können. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 02 28/1 50 entgegen.

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