RWE erhöht Strompreise zum 1. August

RWE erhöht Strompreise zum 1. August

Pro Monat bedeute das Mehrkosten von 5,22 Euro. Die Kilowattstunde verteuere sich inklusive Umsatzsteuer um 1,79 Cent. Betroffen sind knapp zwei Millionen Kunden.

Köln/Bonn. RWE erhöht zum 1. August die Strompreise. In der Grundversorgung müssen die Kunden mit einem Verbrauch von 3 500 Kilowattstunden im Jahr dann 7,3 Prozent mehr bezahlen, teilte der Konzern am Freitag in Essen mit.

Pro Monat bedeute das Mehrkosten von 5,22 Euro. Die Kilowattstunde verteuere sich inklusive Umsatzsteuer um 1,79 Cent. Betroffen sind knapp zwei Millionen Kunden. Deutschland zweitgrößter Energieversorger begründete den Aufschlag mit gestiegenen Beschaffungskosten sowie der Ökostromförderung durch die EEG-Umlage.

In diesem Jahr haben bereits knapp die Hälfte der rund 900 deutschen Stromversorger Preiserhöhungen durchgesetzt, darunter auch Branchenriesen wie Vattenfall oder Eon-Regionaltöchter. Nach Angaben des Verbraucherportals Verivox haben seit Jahresbeginn 435 Versorger Erhöhungen um durchschnittlich sechs Prozent angekündigt oder durchgesetzt.

Das bedeute für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4 000 Kilowattstunden eine zusätzliche Belastung von rund 46 Euro. Das Portal Toptarif hat einen durchschnittlichen Aufschlag von rund sieben Prozent bei über 410 Versorgern ermittelt. Rund 20 Millionen Haushalte seien davon betroffen.

Dagegen hätten 60 Grundversorger ihre Basistarife wegen einer günstigeren Strombeschaffung senken können. Sie kaufen den Strom in der Regel an der Strombörse zu den derzeit günstigen Preisen. Tarife erhöhen Versorger, die Strom lange im voraus zu den damals höheren Preisen eingekauft haben.

Die Rheinenergie hat für das laufende Jahr stabile Strompreise in Aussicht gestellt unter der Bedingung, dass nichts Außergewöhnliches an den Beschaffungsmärkten passiert. Die Stadtwerke Bonn planen zumindest zum 1. August oder 1. September keine Erhöhung.

Das Unternehmen beobachte die Marktentwicklung aber sehr genau, sagte eine Sprecherin. Toptarif erwartet insbesondere zum Jahreswechsel Strompreiserhöhungen. Dann nämlich könnte sich die EEG-Umlage wegen des starken Zubaus an Solaranlagen weiter verteuern.

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