„Concerto discreto“ im Arithmeum: Mathematik und Musik

„Concerto discreto“ im Arithmeum : Mathematik und Musik

Den Auftakt zur Reihe „concerto discreto“ im Arithmeum bestreitet der Cellist Gauthier Capuçon. Es wird musikalisch also wieder spannend im Arithmeum und ganz gewiss nicht nur diskret.

Dass Mathematiker nicht nur rechnen, sondern auch sehr kunstsinnig sein können, beweist die Reihe „concerto discreto“ im Arithmeum am Hofgarten seit vielen Jahren. Jetzt wird im Arithmeum die neue Konzertsaison eröffnet. Der französische Cellist Gauthier Capuçon gibt sich am Montag., 17. Oktober, nun schon zum dritten Mal die Ehre. Zusammen mit seinem Klavierpartner Frank Braley spielt er ein reines Beethoven-Programm, das einen Großteil des Soloschaffens des Komponisten für Cello enthält.

Mit den beiden Sonaten op. 102 stehen zwei späte Werke auf dem Programm, mit der g-Moll Sonate aus op. 5 aber auch ein sehr frühes. Dazwischen gibt es zwei Variationszyklen Beethovens zu hören. Das besondere Ambiente des Arithmeums ist immer wieder ein Erlebnis für Capuçon. „Ihm gefällt es, dass Künstler und Konzertbesucher ohne Trennung durch Scheinwerferlicht in einem Raum zusammensitzen, und dass er als Künstler das Publikum genauso sieht wie umgekehrt. Ihm gefällt die besondere Konzentration und Spannung, die dadurch bei den Konzerten im Arithmeum entstehen. Außerdem findet er es toll, dass man in der Pause die Möglichkeit hat, durch die Rechenmaschinenausstellung des Arithmeums zu flanieren“, wie Ina Prinz, die Leiterin der Einrichtung, zu berichten weiß. Sie freut sich auch, dass mit dem Klassiksender WDR 3 wieder der langjährige Kulturpartner der „concerti discreti“ mit an Bord ist.

Die Stimmung und auch die spezielle Akustik inspirieren auftretende Ensembles immer wieder aufs Neue. Auch in dieser Saison sind wieder einige Überraschungen dabei. Wie etwa die gerade einmal 22-jährige Schlagzeugerin Vivi Vassileva, die am 14. November einen Abend mit dem Motto „Meeresrauschen und Trommelsolo“ präsentieren wird. Die bulgarische Musikerin hat zwar erst vor Kurzem ihr Musikstudium abgeschlossen, kann aber schon auf eine beachtliche Karriere zurückschauen, die unter anderem mit zwei Sonderpreisen beim ARD-Musikwettbewerb 2014 gekrönt wurde. Am 19. Dezember wird es mit der Akademie für Alte Musik Berlin weihnachtlich. „Eine WinternachtsMusik“ ist der Abend überschrieben, bei dem die „AKAMUS“ zauberhafte Musik von Leopold und Wolfgang Amadeus Mozart, Salieri und Beethoven im Gepäck hat.

Im nächsten Jahr geht es dann zunächst multikulturell weiter. Das Ambassador Quartet der WDR Big Band tritt am 23. Januar unter dem Motto „Bebop from Cologne“ auf, am 13. März präsentieren die Voices of Ashkenaz „Klezmer von Schluchzen bis Trillern“. Den Abschluss der Saison bilden dann Konzerte des Ensembles German Hornsound, die am 8. Mai dem Thema „Jagd und Romantik“ nachspüren, und des derzeit angesagten Cembalisten Jean Rondeau, der am 26. Juni Bachs „Goldberg-Variationen“ spielt. Es wird musikalisch also wieder spannend im Arithmeum und ganz gewiss nicht nur diskret.

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