Kommentar zum Leguan-Fall: Klare Absage

Kommentar zum Leguan-Fall : Klare Absage

Halter sollen die Kosten für ein Haustier nicht unerschätzen. Deshalb sollte sich jeder, der sich ein Tier zulegen möchte, zuvor seine Motivation dazu genau überlegen, kommentiert GA-Redakteurin Lisa Inhoffen.

Artgerechte Tierhaltung ist ein ganz besonderes Thema. Es reicht von der Frage, ob ein großer Hund wie ein Dobermann oder Schäferhund überhaupt in einer kleinen Stadtwohnung noch artgerecht leben kann, bis hin zur Kontroverse um die Haltung exotischer Tiere in privaten Räumen hierzulande. Bei Letzterem hat der Deutsche Tierschutzbund eine klare Haltung: Er erteilt der Haltung von Leguanen und Co. in privaten Wohnungen eine klare Absage, und das ist durchaus nachzuvollziehen.

Bei den gängigeren Haustieren wie Hunden, Katzen, Kaninchen und den vor allem bei Kindern beliebten Meerschweinchen und Hamstern ist allerdings auch Vorsicht angesagt. Tiere sind Lebewesen, keine Spielzeuge oder Kuscheltiere, und sie benötigen einen besonderen Schutz. Deshalb sollte sich jeder, der sich ein Tier zulegen möchte, zuvor seine Motivation dazu genau überlegen und sich vor allem gut von Experten beraten lassen.

Kosten nicht unterschätzen

Ein großer Hund in einer kleinen Wohnung kann durchaus prima leben, wenn sein Herrchen oder Frauchen ihm ansonsten auf freiem Feld regelmäßig viel Auslauf gönnt, das Tier gesund ernährt und ärztlich kontrollieren lässt. Dagegen grenzt es an Tierquälerei, wenn jemand aus falsch verstandener Tierliebe zig Kaninchen und/oder Meerschweinchen in viel zu engen Stallungen in der Wohnung hält, wo die Tiere nie die Sonne auf dem Fell zu spüren bekommen und keinen Meter Auslauf haben.

Nicht unterschätzen sollten Halter die Kosten für ein Haustier. Futter, Haftpflicht-Versicherung, Steuer (bei Hunden) und vor allem die tierärztliche Versorgung – das alles muss wohl kalkuliert werden.

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