Kommentar zu den Kölner Haien: Den Abstand verringern

Kommentar zu den Kölner Haien : Den Abstand verringern

Die Kölner Haie starten am Freitag gegen Iserlohn in die neue Saison. Die Fans werden Leidenschaft und Kampf erwarten, sie wollen sicher aber auch den nächsten Schritt sehen, kommentiert Martin Sauerborn.

Das Feld ist bestellt. Die Haie sind in Vorleistung getreten und haben in der vergangenen Saison alle Ziele erreicht. Der achtfache Meister hat über ein kämpfendes und leidenschaftlich auftretendes Team und den daraus resultierenden Halbfinaleinzug das Vertrauen der Fans zurückgewonnen. Mehr als 16.000 Zuschauer zum Auftakt gegen Iserlohn sind Lohn für die harte Arbeit des KEC in der vergangenen und vor der neuen Saison. Auch, weil sich die Atmosphäre auf der Geschäftsstelle unter dem neuen Chef Philipp Walter klar verbessert hat.

Die Fans werden auch in der neuen Saison Leidenschaft und Kampf erwarten, sie wollen sicher aber auch den nächsten Schritt sehen. Um die Mannschaft besseres, strukturiertes und attraktiveres Eishockey spielen zu lassen, haben die Haie mit Mike Stewart ihren Wunschtrainer verpflichtet. Der kommunikative Austro-Kanadier steht vor der Aufgabe, die nur auf sechs Positionen veränderte Mannschaft von einer einheitlichen Spielidee zu überzeugen und sein System möglichst konstant umsetzen zu lassen. Augsburg führte Stewart so 2018/19 bis ins Halbfinale, in dem die Panther Meister München an den Rand einer Niederlage brachten.

Die Haie ihrerseits scheiterten glatt an Mannheim und erzielten bei ihren vier Niederlagen nur drei Tore. Die Ziele für die neue Saison formulieren sich also von alleine: Die Fans begeistern, den Zuschauerschnitt steigern und sportlich den Abstand auf München und Mannheim verringern, um am Ende für eine Überraschung sorgen zu können.

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