Sauerland, Loreley, Eifel, Mosel: Tipps für Ausflüge aus Bonn

Kurz mal weg : Diese Ausflüge lohnen sich aus Bonn und der Region

Neues Jahr, neue Ausflugstipps: In der Eifel wandern die Ranger bei Wind und Wetter durch den winterlichen Wald, auf der Loreley gibt es Glühwein mit bester Aussicht. Dazu gibt es warme Museen und weitere Tipps.

Wildgehege im Neandertal

Wisente, Auerochsen oder Wildpferde: Diese und weitere Tierarten, die bereits zu Zeiten des Neandertalers im Neandertal lebten, bevölkern heute als Nachzüchtungen das Eiszeitliche Wildgehege direkt neben dem Neanderthal Museum in Mettmann. Der Rundweg am Wildgehege ist besonders beliebt, er lässt sich in einer guten Stunde bequem erwandern. Bänke laden zum Ausruhen und Beobachten der Tiere ein. Hoch- und Talwiesen, bewaldete Hängen und die keine Düssel prägen das Landschaftsbild.

Info: Tel. (02104) 99 28 21; www.wildgehege-neandertal.de

Im Wildgehege am Neanderthal Museum sind Wisente zu sehen. Foto: DPA

Geschwungene Dachlandschaften aus Edelstahl

Der Name ist erklärungsbedürftig, denn das Museum Marta Herford in Ostwestfalen wurde nicht von einer gleichnamigen Dame gegründet oder gestiftet. Das „M“ steht für Museum, „art“ für die Kunst und „a“ für Architektur und Ambiente. Frank Gehry hat den 2005 eröffnete Bau entworfen. Mit geschwungenen Dachlandschaften aus Edelstahl und fließenden Backsteinwänden will der Stararchitekt an Herfords Tradition als Standort der Textil und Bekleidungsindustrie erinnern. Als Museum für zeitgenössische Kunst hat das Marta Herford in 15 Jahren bereits 400 Werke angesammelt. Auch Sonderausstellungen locken Publikum. Die aktuelle Schau „Im Licht der Nacht“ (bis 9.2.) spielt mit dem Thema Licht und Schatten. Am 26. Januar startet „Hocus Focus“ mit Werken des Iraners David Nuur. Tipp für einen Herford-Besuch: In der Stadt bieten namhafte Textilhersteller einen Fabrikverkauf an.

Info: Tel. (05221) 99 44 300; www.marta-herford.de

Blick auf das Museum Marta Herford. Foto: Marta Herford

Wenn der Wind pfeift

Die Ranger im Nationalpark Eifel kennen keine Jahreszeiten, frei nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Die Waldführer unternehmen mit ihren Gästen winterliche Wanderungen, selbst wenn Schnee fällt oder der Wind pfeift. Rund zehn Kilometer werden zurückgelegt, zur Belohnung wartet eine warme Suppe. Es gibt insgesamt kaum Lücken im Veranstaltungsangebot. Am 10. Januar beispielsweise stehen Rangertouren in Erkensruhr, Heimbach, Schleiden und Gemünd mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf dem Programm.

Info: Tel. (02444) 95 100; www.nationalpark-eifel.de

In der Eifel werden winterliche Wanderungen angeboten. Foto: Seventyfour - stock.adobe.com

Ski und Rodel gut im Hochsauerland

Ski und Rodel gut, meldet der Wintersportort Winterberg im Hochsauerlandkreis und verweist auf 25 Zentimeter Schneehöhe. Der Ort wirbt mit 27,5 Pistenkilometern und 29 Liften. Rodler dürfen nicht auf die Skipisten, für sie sind Abfahrten an der Kappe, an der Astenstraße und auf den Sommerrodelbahnen möglich. Auch die Skihütten sind geöffnet. Als besondere Attraktion im Skiliftkarussell Winterberg gilt das Skifahren bei Flutlicht. Daten: 14 beleuchtete Pisten, 8 km Gesamtlänge. Termine: je nach Wetterbedingungen jeden Dienstag und Freitag 18.30 bis 22 Uhr.

Info: Tel. (02981) 92 500; www.winterberg.de; www.skiliftkarussell.de

Schneelandschaft in Winterberg. Foto: Winterberg

Auf einen Glühwein bei der Loreley

Die Winzergenossenschaft Loreley Bornich begibt sich am 25. Januar (14.30 Uhr) mit Gästen auf die Spuren der Loreley, der sagenumwobene Felsen liegt schließlich vor den Toren des Ortes. Die Glühweinwanderung hat Tradition. Man marschiert auf dem Rheinsteig durch die Weinberge und über den Weinlehrpfad zum Loreleyplateau. Dort werden Glühwein und alkoholfreier Punsch gereicht. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstalter rechnen bei ihrer 15. Wandertour mit 250 bis 300 Gästen.

Info: Tel. (06771) 75 19; www.bornich.de

Bei der Loreley wird Glühwein angeboten. Foto: drubig-photo - stock.adobe.com/Diana_Drubig

Puppen, Teddybären und Nussknacker

In Bernkastel-Kues an der Mosel betreibt die Familie Lück seit knapp 20 Jahren ein Museum mit alten Uhren, Puppen und Teddybären. In dem 120 Jahre alten Gebäude sind auf 180 Quadratmetern rund 200 Puppen und Teddybären sowie mehr als 60 Uhren zu besichtigen. Die Exponate stammen aus der Zeit zwischen 1770 und 1960. Das Museum liegt zentral in der Nähe des Burgbergtunnels. Die Öffnungszeiten von November bis März sind montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr, von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr. Auch individuelle Termine können vereinbart werden. In einer Sonderausstellung sind Spieldosen und Nussknacker zu sehen.

Info: Tel. (06531) 97 12 44; www.puppenmuseum-bernkastel.de