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Herzinfarkte treten vermehrt auf: Bonner Rettungsdienst ist gut auf Hitze vorbereitet

Herzinfarkte treten vermehrt auf : Bonner Rettungsdienst ist gut auf Hitze vorbereitet

Die Hitze macht dem Rettungsdienst der Stadt Bonn aktuell noch keine Probleme. Das Einsatzaufkommen sei normal. Allerdings treten häufiger Probleme mit dem Kreislauf oder Herzinfarkte auf.

Durchatmen in der Bundesstadt: Nachdem zu Wochenbeginn Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius die Bonner ordentlich ins Schwitzen brachten, zeigte das Thermometer am Donnerstag angenehme 28 Grad Celsius an. Am Wochenende sollen allerdings wieder mehr als 37 Grad Celsius erreicht werden – Temperaturen, die vielen Menschen in Bonn zu schaffen machen. Die Krankenhäuser haben entsprechend mehr zu tun.

„Am Dienstag war in den Krankenhäusern sehr viel los. Wir hatten es vor allem mit Herzinfarkten zu tun“, sagte Katharina Müller-Stromberg vom Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, zu dem die Häuser St. Elisabeth, St. Petrus und St. Johannes gehören. Am Mittwoch sei es dagegen vergleichsweise ruhig gewesen. Müller-Stromberg vermutet, dass sich die Menschen besser an die Hitze angepasst hätten.

Um 50 Prozent mehr Patienten mit Hitzesymptomen

Im Johanniter- und Waldkrankenhaus gab es am Mittwoch ebenfalls keine Auffälligkeiten aufgrund der Hitze. „Es gab kein erhöhtes Aufkommen, aber im Notfallzentrum am Johanniter Waldkrankenhaus waren es 50 Prozent mehr Patienten mit Hitzesymptomen als sonst üblich“, erklärte Michael Forst von der Johanniter GmbH. Im Schnitt kommen am Tag zwischen 70 und 100 Patienten in das Notfallzentrum. „Die Gesamtzahl dieser Personen hat sich in den vergangenen Tagen nicht erhöht, die meisten dieser Patienten kommen aber nun mit Beschwerden aufgrund der Hitze“, so Forst. Oftmals hätten die Hilfesuchenden viel zu wenig getrunken und seien deshalb dehydriert.

Die Hitze macht dem Rettungsdienst der Stadt Bonn aktuell noch keine Probleme. „Das Einsatzaufkommen ist bei uns derzeit ganz normal. Natürlich haben etwas mehr Menschen als sonst Probleme mit dem Kreislauf – aber viel mehr Einsätze haben wir nicht“, sagte der Pressesprecher der Bonner Berufsfeuerwehr, Frank Frenser, dem GA. Insgesamt habe man in der Bundesstadt 17 Rettungs- und drei Notarztfahrzeuge auf Bonner Stadtgebiet stationiert. „Sollten zum Beispiel in Beuel mal alle drei Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sein, so können wir aufgrund unseres Leitstellenverbundes mit dem Rhein-Sieg-Kreis auch auf einen Rettungswagen aus Sankt Augustin oder Siegburg zurückgreifen“, erklärte Frenser. Ein Engpass an Rettungsmitteln kann so nicht entstehen. Auch was die Zahl der witterungsbedingten Brände angeht, haben die Bonner Wehrleute aktuell wenig zu tun. In den vergangenen drei Tagen musste die Berufsfeuerwehr zu zwei kleineren Vegetationsbränden ausrücken.