Kompetenzzentrum für nachhaltige Chemie: Bonner Institut entwickelt nachhaltige Innovation

Kompetenzzentrum für nachhaltige Chemie : Bonner Institut entwickelt nachhaltige Innovation

Der Investitionsbedarf im Chemiesektor ist enorm. Das internationale Kompetenzzentrum in Bonn entwickelt nachhaltige Innovationen und wirbt für neue Wege in der Branche.

Seit rund einem Jahr beherbergt die Bundesstadt das Internationale Kompetenzzentrum für nachhaltige Chemie (ISC3). Bei einer feierlichen Veranstaltung würdigten am Montag zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den aus ihrer Sicht gelungenen Start. Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnete die Veranstaltung am Bonner Sitz des Instituts.

Deutschland habe als einer der bedeutendsten Chemiestandorte der Welt eine besondere Verantwortung, so Schulze: „Die weltweite Umweltbelastung mit Chemikalien wächst stetig, vielfach mit fatalen Folgen auch für die menschliche Gesundheit. Um dem zu begegnen, brauchen wir kreative Lösungen, die über die klassische Chemikaliensicherheit hinausgehen“, so die Ministerin in ihrer auf Englisch gehaltenen Rede. Das ISC3 helfe dabei, alle relevanten Akteure zu vernetzen.

Man sei das „New Kid in Town“ und habe sich auf die Fahnen geschrieben, Forschungsergebnisse zu nachhaltigen Innovationen weiterzuentwickeln, so Direktor Friedrich Barth in seiner ebenfalls in Englisch gehaltenen Rede. Die Chemiebranche sei ein weltweiter Wachstumsmarkt, der seinen Schwerpunkt in Ostasien habe; Deutschland müsse sich aber hier keineswegs verstecken. Allerdings sei der Investitionsbedarf im Chemiesektor ein anderer als beispielsweise im IT-Bereich: „Omas Ersparnisse reichen hier im Allgemeinen nicht“, so Barth.

Das ISC3 wurde am 17. Mai 2017 auf Initiative des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts gegründet, um unter der operativen Führung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die nachhaltige Chemie zu fördern. Mittelfristig strebt man die Integration des Zentrums in die UN an.

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