Rock im Duisdorfer Derletal: Sechs Bands bei Rock im Tal

Rock im Duisdorfer Derletal : Sechs Bands bei Rock im Tal

Die Kölner Gruppe „Louder than Wolves“ eröffnet am Samstag das Open-Air-Festival im Duisdorfer Derletal. Im Anschluss werden fünf weitere Gruppen in grüner Naturkulisse auftreten.

Ohne Musik können sie nicht leben. „Das ist wie ein Ventil für uns“, sagt Oliver Schmitz, kurz Olli. Er ist Sänger und Gitarrist von „Louder than Wolves“ und startet mit seinen Bandkollegen zur Zeit durch. Bei Rhein in Flammen spielten sie auf der Rheinimpuls-Bühne, am Samstag eröffnen sie mit ihrem Auftritt das Festival „Rock im Tal“, das der Spielmannszug Rot-Weiß '67 Duisdorf zum fünften Mal im Derletal veranstaltet.

Die Alternative-Rock-Band ist jung: Erst im März 2015 haben sich Max (Bass), René (Gitarre), Alex (Schlagzeug) und Olli zusammen getan. Sie schreiben ihre englischsprachigen Songs selber, in ihrem Stil vermischen sich Elemente von Gruppen wie Biffy Clyro, Mallory Knox, Silverstein oder auch Foo Fighters. „Wir versuchen, mit unserer Musik immer etwas einzigartiges zu schaffen“, sagt Olli.

Auf ihrer Homepage verortet sich die Band im Kölner Raum, aber tatsächlich kommen die Mitglieder aus Bonn und Umgebung. Olli zum Beispiel besuchte das Heinrich-Hertz-Berufskolleg, der Probenraum ist in Niederkassel. Dort bereiten sie derzeit auch ihr erstes Album vor, das sie im Sommer aufnehmen wollen. Daneben lieben die Musiker es aufzutreten, und nehmen alles mit: „Wir sind ziemlich ehrgeizig unterwegs und ziehen von Show zu Show“, sagt Olli. Sie haben auch schon eine kleine Fangemeinschaft, die den einzelnen Mitgliedern aus früheren Bands gefolgt ist.

Die wird man morgen sicher auch im Derletal antreffen. Ab 14 Uhr ist das Festivalgelände auf dem Platz vor dem Vereinsheim der Hubertusschützen geöffnet, „Louder than Wolves“ spielt ab 15.20 Uhr. „Das ist ein kleines feines Festival“, meint Olli, der „Rock im Tal“ schon kennt und sich freut, in dieser Naturkulisse auftreten zu können.

Diesbezüglich ist alles vorbereitet, sagt Nicole Schreiner, deren Mann Dennis Hauptorganisator der Veranstaltung ist. Albert Pinsdorf stellt wieder die Bühne und die Technik. Die Bewirtung stemmen wie gewohnt der Spielmannszug und der Freundeskreis der Gruppe „Coldstack“, der die Schreiners angehören. Erstmals helfen Mitglieder des 1. FC Hardtberg beim Getränkeausschank aus.

„Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt“, sagt Nicole Schreiner. Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat ihr Soll schon erfüllt: Wäre sie bei der Europameisterschaft nur Gruppenzweite geworden, hätte ihr Achtelfinalspiel am Samstagabend stattgefunden. Das wäre eine herbe Konkurrenz für das Festival gewesen.

Rock im Tal

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