Duisdorfer Stiefelclub: Reinhold Lehr ist neuer „Förster vom Silberwald“

Duisdorfer Stiefelclub : Reinhold Lehr ist neuer „Förster vom Silberwald“

Was ist nötig, um beim Duisdorfer Stiefelclub Baumbeauftragter für die Silberweide im Derletal zu werden? Man muss sich das Vertrauen der Kameraden sichern, und das ist Reinhold Lehr scheinbar gelungen.

„Wir haben ihn auserkoren, weil wir ihm das zutrauen“, sagte der Vorsitzende Lambert Berg bei der Amtseinführung.

Lehr ist seit 18 Jahren Mitglied, seit 14 Jahren im Vorstand und seit zehn Jahren Kassierer. Seine neuen Aufgaben sind nicht unbedingt schweißtreibend: Als „Förster vom Silberwald“ muss er dafür sorgen, dass die Bank an der Weide in Ordnung und sauber ist, ebenso die Info-Tafel, die der Verein neben dem Baum aufgestellt hat.

Seit der Club den Baum des Jahres 1999 dort gepflanzt hatte, kümmert sich ein jährlich neu gewähltes Mitglied darum. Er sei in seiner Amtszeit sechs Mal dort gewesen und habe alles von oben bis unten abgewaschen, sagte der bisherige Baumbeauftragte Günther Becker. Lehr will das toppen: „Mein Ziel wird mindestens acht Mal sein.“ Dem Baum, der Bank und dem Schild wird das nicht schaden.

Zur Amtseinführung traf man sich in der neuen Kneipe „Schmitz“ in der früheren „Bayerischen Botschaft“, um wie üblich mit Bierbollerwagen ins Derletal zu ziehen. Das ist aber nicht die neue Stammkneipe des Vereins.

Der hatte sich damals immer im „Stern“ an der Rochusstraße getroffen, nach dessen Schließung zog man erst ins Restaurant Alexander um. Dort sei man zwei Jahre gut aufgenommen worden, sagte Lehr. „Wir sind aber anstandshalber rausgegangen.“ Man wollte bei den Clubtreffen nicht die Restaurantgäste stören. Jetzt ist man in der Rathausstube untergekommen.

Jedes Mitglied wird einmal dran kommen. Aktuell hat der Verein, dessen Zweck die Unterstützung anderer Vereine bei Veranstaltungen und Aktivitäten ist, 20 Mitglieder.

Was passiert, wenn alle mal dran gewesen sind? Wenn bis dahin kein Nachwuchs gefunden wurde, werde man wohl wieder von vorne anfangen, meinte Berg. In Anlehnung an den Schützenkaiser, den dreimaligen König – bei den Schützen könne man den Beauftragten dann vielleicht „Baumkaiser“ nennen, so Berg.

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