Berufskolleg Duisdorf: Kreative Ideen für eine bessere Arbeit

Berufskolleg Duisdorf : Kreative Ideen für eine bessere Arbeit

Wirtschaftsfachschüler entwickeln Verbesserungsideen für Unternehmen wie die Stadtwerke. Die Vorschläge können die Firmen nun kostenlos nutzen.

Frische Ideen für Vertrieb, Personal und Marketing haben angehende staatlich geprüfte Betriebswirte der Wirtschaftsfachschule bei der Projektmesse im Foyer des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Duisdorf präsentiert. Zwölf Wochen lang haben die Studierenden des sechsten Semesters in ihrer Freizeit Verbesserungsvorschläge für Bonner Unternehmen in mehreren Teams erarbeitet. Das Know-how der zukünftigen Betriebswirte können die Unternehmen nun unentgeltlich nutzen.

Selbstverteidigungskurse für Busfahrer, Yoga und Rückenmassage in der Pause: Die Mitarbeiter der Stadtwerke haben bereits etliche Verbesserungsvorschläge gemacht, mussten diese aber umständlich melden. Christine Bartz, Ramona Decker und Nadja Decker haben das Verfahren neu strukturiert und vereinfacht. Statt fünf Bögen reicht nun einer. „Das wird natürlich auch digitalisiert“, sagten die Betriebswirtinnen in spe.

Über 20 Handlungsempfehlungen für die „Optimierung von Beschaffungsprozessen von Verbrauchsartikeln“ für die Lebenshilfe Rhein-Sieg hat das Team mit Ramona Bebendorf, Martin Mischler und Iris Wimmers in einer Handreichung zusammengefasst. Die drei Studenten haben Möglichkeiten für einen günstigeren Einkauf von Lebensmitteln ausgelotet.

„Drei Empfehlungen wurden bereits umgesetzt“, sagten sie mit verständlichem Stolz. Thorsten Borgmann, Sebastian Manka, Corinna Reese und Tamara Scholl haben für das Beueler Traditionsunternehmen Orden Bley ein elektronisches Warenwirtschaftssystem für die Bestellung von Orden, Broschen, Pins und Herzketten erstellt.

Mit einer ergonomischen Haltevorrichtung für Handwerker geht das junge Unternehmen Ankani aus Wachtberg neue Wege in der Bearbeitung von Türen und Bauelementen. Studierende der Wirtschaftsfachschule empfehlen nun, sich nicht nur auf die Zielgruppe der Maler zu konzentrieren, sondern auch Lackierer, Tischler und Steinmetze anzusprechen. Matthias Momberg, Leiter der Wirtschaftsfachschule, war von der Kreativität „seiner“ Studierenden beeindruckt: „Alle haben sich den selbst gewählten Themen mit großem Engagement und vielen Ideen gewidmet.“

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