Initiative Stadtteilkultur Brüser Berg: 16 Künstler kreieren „Eine von uns“

Initiative Stadtteilkultur Brüser Berg : 16 Künstler kreieren „Eine von uns“

Sie ist „Eine von uns“: rote Haare, schwarzes Oberteil, rot-schwarzer Rock und eine CD-Hülle als Gürtelschnalle. Ein neues Kunstwerk -das Ergebnis der zweiten Gemeinschaftsarbeit der 16 Mitglieder der Initiative Stadtteilkultur - auf dem Brüser Berg.

Dazu trägt sie Strumpfhosen in Schwarz und Weiß, an einem Bein gestreift, am anderen kariert, einen ebenfalls rot-schwarz-weißen Hund und einen Gefährten, auch in diesen Farben gekleidet. Das kuriose Trio steht seit gestern in der VR-Bank-Filiale auf dem Brüser Berg.

Sie ist das Ergebnis der zweiten Gemeinschaftsarbeit der 16 Mitglieder der Initiative Stadtteilkultur vom Brüser Berg – die erste war das „Dschungel-Klo“, das die Gruppe für die letzte Hardtberger Kulturnacht angefertigt hatte.

Die menschlichen Figuren sind aus Grobspanholz angefertigt worden: Ein Mitglied habe Modell gestanden, damit die Umrisse auf das Holz gemalt werden konnten, erzählte Malerin Ingrid Vincent gestern. Die Brüste bestehen aus Styropor, daneben wurde neben andren Materialien auch Gips für den Hund und den Kopf der Frau verwendet. Für das Gesicht hat ein Mitglied einer Person aus dem Bekanntenkreis einen Gipsabdruck genommen.

Die Gruppe besteht seit 1998, aber bislang hatte laut Vincent jeder nur für sich gearbeitet. Man habe sich nur monatlich getroffen, um Ausstellungen und anderes zu besprechen. „Dann haben wir uns gesagt: Wir müssen mal etwas zusammen machen.“

Man entschied sich für eine Figur: „Da kann jeder etwas dran machen.“ Denn bei Stadtteilkultur machen Malerinnen, Fotografen, Schmuckdesignerinnen, Keramikkünstlerinnen und andere mit. Jeder beteiligte sich an dem Werk, das deshalb „Eine von uns“ heißt.

Es ist laut Filialleiterin Ilona Eckhardt für drei Monate in der VR-Bank, Celsiusstraße 43, zu sehen, steht aber auch zum Verkauf. Die gemeinsame Arbeit kam gut an: Die Künstlergruppe will im Herbst wieder eine Gemeinschaftsarbeit angehen – was das wird, ist noch nicht bekannt.