Offene Tür bei der Feuerwehr Dransdorf: Alles dreht sich ums Wasser

Offene Tür bei der Feuerwehr Dransdorf : Alles dreht sich ums Wasser

Die Freiwillige Feuerwehr Dransdorf bietet viele Aktionen für Kinder und Jugendliche. Nachwuchssorgen gibt es hier zurzeit nicht. Auch für Unwettereinsätze ist die Wehr gerüstet.

Ein Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr kann ganz schön aufregend sein. So war etwa – was vorher niemand ahnen konnte – das Entenrennen besonders dramatisch. Die Ente mit der Losnummer 488 lag bis kurz vor dem Ziel unangefochten vorne. Dann: ein Ast. So schaffte sie es nur auf Platz vier, so dass sie keinen Flachbildschirm–Fernseher für den Teilnehmer mit ihrer Startnummer erschwamm.

Der Tag der offenen Tür begeisterte große und kleine Besucher. Solche Feste sind für die Freiwillige Feuerwehr in Dransdorf nicht nur zur Förderung der Dorfgemeinschaft da. Seit der Bundesfreiwilligendienst keine Pflicht mehr ist, ist die Wehr keine selbstverständliche Wahl mehr. Nachwuchssorgen plagen viele Löscheinheiten, in Dransdorf ist man jedoch mit 23 Jugendmitgliedern im Moment sehr gut aufgestellt.

Diese Zahl kommt nicht von ungefähr: „Es ist sehr wichtig, Angebote für die Jugend zu machen. Nach den Übungen kochen und essen wir gemeinsam, wir binden die Jugendfeuerwehr in alle Feste der Aktiven ein, es ist sehr integrativ bei uns“, sagt Michael Dernen, der stellvertretende Löscheinheitsführer.

Einerseits locken die Angebote die Jugendlichen an, andererseits wollen sich viele von ihnen nicht der Feuerwehr verpflichten. Die Arbeit als Aktiver ist neben dem Freizeitvergnügen hart, fordernd und nimmt viel Zeit in Anspruch. Das hat sich für die Bonner Feuerwehren während der starken Unwetter in den vergangenen Wochen wieder deutlich gezeigt.

„Als der große Einsatz vorletztes Wochenende in Mehlem war, da haben wir 13 Stunden lang gearbeitet. Nach vier Stunden Schlaf haben wir noch Mal für neun Stunden in der Tiefgarage der Fronhof Galeria in Godesberg mitgearbeitet. Das muss man wollen“, sagt Dernen. Gerade in solchen Krisen müssen alle Löschzüge stadtweit zusammenarbeiten. „Wir sind die Wache nebenan, wir sind Nachbarn, da gehört es sich einfach, und das beruht auch auf Gegenseitigkeit“, sagte Nico Jenicke von Bonn-Mitte, der mit Kollegen da war.

„Wir wollen besonders die Jugendfeuerwehr unterstützen, deshalb essen und trinken wir heute hier und kaufen auch Lose“, sagt Eva Wild, die mit einer Gruppe älterer Herrschaften die Kasse klingeln ließ. „Es ist ein Treffpunkt, hier kommt man zusammen, und wir kennen viele aus der Jugend. Da unterstützt man selbstverständlich gerne“, meinte ihre Tochter Michaela.

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