Das letzte Geleit mit swingendem Jazz

Das letzte Geleit mit swingendem Jazz

Zahlreiche Trauergäste nehmen Abschied vom beliebten Kommunalpolitiker Johannes Lütz

Bonn-Poppelsdorf. (kpo) Das beschwingt fröhliche Jazz-Stück "When I take my sugar to tea" war aus den Lautsprechern zu Beginn der Beisetzungszeremonie für Johannes Lütz zu hören.

Und es passte: "Der Verstorbene ist ein lebensfroher Mann gewesen, der sein Leben genoss", sagte der freie Theologe Thorsten Grothen, der die Urnenbestattung am Montagnachmittag auf dem Poppelsdorfer Friedhof vornahm. "Er war als Rheinländer jemand, der immer mit jedem gut konnte."

Dass er sich mit vielen gut verstand, war an der großen Zahl der Verwandten, Bekannten und Kollegen abzulesen, die gekommen waren, um von dem promovierten Pharmazeuten und Bonner Kommunalpolitiker Abschied zu nehmen und der Familie ihre Anteilnahme auszudrücken.

Unter den Gästen waren unter anderem Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und die Hardtberger Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand. Johannes Lütz, gebürtiger Bonner, aber lange Zeit in Berlin tätig, ist 56 Jahre alt geworden. Aus seinem Schlaf in der Nacht auf den 16. Dezember war er nicht mehr erwacht.

Neben seiner Arbeit beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, als Leiter der Bundesopiumstelle und zuletzt als SPD-Kommunalpolitiker hatte Lütz auch immer Zeit für seine Familie. "Er begleitete uns auf Schritt und Tritt. Nun kommt er in unseren Herzen mit", sagte sein Sohn Fabian in seiner gereimten Laudatio.

Johannes Lütz war Mitglied der Bezirksvertretung Hardtberg und des Rates. Bonn verliert damit nicht nur einen klugen Stadtverordneten, sondern auch einen sachkundigen Bürger für die SPD im Unterausschuss Wissenschaft und Forschung sowie einen uneigennützigen und sehr beliebten Menschen mit ehrenamtlichem Engagement.

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