Zu wenig Zebrastreifen: Fußgänger fühlen sich nicht sicher in Bad Godesberg

Zu wenig Zebrastreifen : Fußgänger fühlen sich nicht sicher in Bad Godesberg

Egal ob an der Kennedyallee, der Drachenburg- oder der Friesdorfer Straße: Bürger und Politiker wünschen sich mehr Zebrastreifen in Bad Godesberg. Denn dort, so heißt es, ist es unmöglich, sicher über die Straße zu kommen.

An vielen Stellen in Bad Godesberg ist es für Fußgänger unmöglich, sicher über die Straße zu kommen. Den Eindruck zumindest erhält, wer einen Blick in die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung wirft. Denn an diversen Stellen im Stadtbezirk wird in Anträgen genau das gefordert – neue Zebrastreifen.

■ Kennedyallee/Höhe Aldi: Es sollte möglich sein, die Kennedyallee in Richtung Discounter sicher zu überqueren – wahlweise in Höhe der Donatus- oder der Europastraße, so eine Mutter von drei Kindern in ihrem Bürgerantrag. Ein weiterer Vorteil: Auch die Schulkinder würden profitieren, die jeden Tag aus der amerikanischen Siedlung zur Donatus- oder Gotenschule gehen. Die Verwaltung steht dem Ansinnen positiv gegenüber. Sollten die Bezirksverordneten zustimmen, werde man eine Verkehrszählung an der Kennedyallee/Höhe Donatusstraße durchführen. Sollten dann die Voraussetzungen für einen Fußgängerüberweg gegeben sein, könnte er eingerichtet werden.

■ Drachenburgstraße: Wer aus dem Mehlemer Bahnhof kommt, hat vielfach Probleme, die Kreuzung B 9/Drachenburgstraße zu überqueren, meint ein Bürger. Daher fordert er, dort eine Fußgängerpassage zu bauen. Auch die Situation an der Drachenburgstraße hinter dem Bahnhof sollte sich seiner Meinung nach ändern. Denn dort, heißt es in dem Antrag, erledigten viele Menschen zu Fuß ihre Einkäufe, auch Kinder seien unterwegs. Eine Ampel oder eine Zebrastreifen aber sucht man vergeblich. Dem stimmt die Verwaltung zu. Zwischen der Bahnstrecke und der Kreuzung Mallwitz- und Ellesdorfer Straße gebe es tatsächlich keine Querung. Gibt die Politik grünes Licht, wird also geprüft, ob und falls ja an welcher Stelle sich ein Zebrastreifen anbietet. Anders sieht es laut Stadt an der Kreuzung mit der B 9 vor dem Bahnhofsgebäude aus. Dort stünden „in allen Ästen gesicherte Fußgängerquerungen zur Verfügung“. Wahlweise mit einer Ampel oder einem Zebrastreifen.

■ Bernkasteler Straße: Ob man ein sicheres Überqueren der Bernkasteler Straße zwischen Annaberger Straße und Im Weingarten ermöglichen könnte, möchte die CDU in ihrem Antrag wissen. Man werde immer wieder von Bürgern darauf hingewiesen, „dass ein gefahrloses Queren, insbesondere für Ältere und mobilitätseingeschränkte Personen fast unmöglich ist“. Dies sei schon 2011 festgestellt worden. Damals, so die CDU, hatte eine Zählung der Stadt ergeben, dass täglich 12 000 Autos den Abschnitt passieren. Aus diesem Grund, und weil die vorhandenen Ampeln zu weit auseinanderstünden, sei „grundsätzlich eine weitere Querungshilfe gerechtfertigt“, so die Verwaltung damals. Das sieht die Stadt nach wie vor so. 2011 habe man sich für eine Mittelinsel südlich der Zeller Straße ausgesprochen. Aktuell würde man – sollte die Politik es wünschen – die Situation noch einmal unter die Lupe nehmen.

■ Friesdorfer Straße: Kann an der Friesdorfer Straße, In Höhe An Brenigs Ziegelei, ein Zebrastreifen eingerichtet werden? Das möchte die SPD wissen. Denn, so heißt es in dem Antrag, 2009 habe man eine entsprechende Prüfung in Auftrag gegeben, gehört habe man bisher aber noch nichts. Verschiedene Querungshilfen für die Friesdorfer Straße fordert ein Bürger in seinem Antrag. Entlang der langen und gefährlichen Straße gebe es lediglich zwei Ampeln, die weit auseinanderstünden. Und nur einen Überweg, der stetig zugeparkt sei. Generell können laut Verwaltung an der Friesdorfer Straße keine Zebrastreifen gebaut werden, weil dort zu viel Verkehr herrscht. Eine Alternative wäre eine Ampel, so die Stadt. Allerdings werde man sich den Überweg genauer angucken und eventuell mit Sperrpfosten von parkenden Autos frei halten.