Bangen um Schwimmunterricht: Ako demonstriert vor dem Kurfürstenbad

Bangen um Schwimmunterricht : Ako demonstriert vor dem Kurfürstenbad

Derzeit nutzen nur die Siebtklässler des Aloisiuskollegs (Ako) das Kurfürstenbad für den Schwimmunterricht. "Wir würden, wenn wir könnten, sogar noch mehr Klassen und auch Oberstufen zum Schwimmen schicken", sagte Walter Odekerken, stellvertretender Schulleiter und Sportlehrer.

Aber es sei ausgelastet, kein Platz für mehr Schulschwimmen. Umso mehr verwundere ihn und die Schüler, dass die Existenz des Bades auf der Kippe steht. Gut 100 Jugendliche vom Ako machten sich deshalb am Dienstagvormittag mit einem Transparent auf den Weg zum Bad, um für dessen Erhalt zu demonstrieren.

Die Godesberger Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann war ebenfalls gekommen, um mit einigen Schülern über das Thema zu diskutieren und ihre Fragen zu beantworten. Sie halte es für wichtig, dass dieses Hallenbad erhalten bleibt, sagte sie, und wolle deshalb auch weiter dafür kämpfen - auch gegen die eigene Fraktion.

Es dürfe nicht nur um die Spaßbäder gehen. Die Tatsache, dass immer weniger Schüler schwimmen können, sei besorgniserregend. Dieser Trend müsse gestoppt werden. Daneben sei das Bad auch für ältere Mitbürger von Bedeutung.

Die Schule hatte den Termin bewusst auf den Dienstag gelegt: Man wollte diesen Protest im unmittelbaren Vorfeld der Ratssitzung anbringen, in der am Donnerstag wichtige Entscheidungen rund um die Bonner Bäderlandschaft fallen sollen. Denn wenn dieses Bad geschlossen wird, so Odekerken, "wäre der Schwimmunterricht an unserer Schule gestorben, weil wir keine Ausweichmöglichkeit haben".

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