Koblenzer Straße: Die ersten Autofahrer mogeln sich schon wieder durch

Koblenzer Straße : Die ersten Autofahrer mogeln sich schon wieder durch

Die Bagger auf der Koblenzer Straße rollen weiter. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Am Mittwoch haben die Arbeiten am letzten Bauabschnitt begonnen. Das teilt das städtische Presseamt mit. Nun wird der Bereich zwischen Alte Bahnhofstraße und Am Kurpark erneuert.

Die Wohnungen, Büros und Geschäfte, die in dem Bauabschnitt liegen (dazu gehört unter anderem die Bad Godesberger Zweigstelle des General-Anzeigers), sind weiterhin für Anlieger und Lieferanten erreichbar. Allerdings müsse beachtet werden, dass "die Ausfahrt aus der Koblenzer Straße nur über die Alte Bahnhofstraße läuft", so das Presseamt.

Während der verbleibenden Arbeiten werde der für Fußgänger begehbare Bereich deutlicher gekennzeichnet, sagte ein Stadtsprecher. Generell aber bitte man um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Bei einer Baustelle gehe es leider nicht ohne Beeinträchtigungen. Voraussichtlich Ende September soll die Neugestaltung, mit der im Februar begonnen wurde und die mit rund 1,7 Millionen Euro zu Buche schlägt, abgeschlossen sein.

Im Vorfeld gab es Kritik von einigen Bad Godesbergern. Sie bemängelten, dass die Koblenzer Straße auch nach dem Umbau nicht zu einer reinen Fußgängerzone umgewandelt wird. Die Straße sei zwar für den Durchgangsverkehr gesperrt, viele Autofahrer hielten sich aber nicht daran, hieß es - und heißt es noch.

Seit die Bauarbeiten sich dem Ende zuneigen, werde die Straße wieder verstärkt von Autofahrern genutzt, lautet die Kritik. Das Problem sei bekannt, man habe die Polizei darauf aufmerksam gemacht und um Kontrollen gebeten, so das Presseamt. Das wird sie auch tun: Die Straße werde ab sofort wieder vermehrt kontrolliert, sagte eine Polizei-Sprecherin. Wer gegen das Durchfahrtsverbot verstoße, werde mit 20 Euro zur Kasse gebeten.

Auch die Stadt hatte vor einiger Zeit bekräftigt, dass die Koblenzer Straße nach der Sanierung autofrei bleiben solle, "mit Ausnahme von Bussen, Taxis und Zulieferern", so das Presseamt damals. Der Lieferverkehr werde auf die Zeit von 8 bis 12 Uhr beschränkt. Außerdem werde die Straße so gestaltet, dass sie als Fußgängerzone erkannt werde. Dann gelte automatisch Schrittgeschwindigkeit.

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