Bonner SC

Coach Thorsten Nehrbauer erwartet Leistungssteigerung

Die nötige Kaltschnäuzigkeit ließ Patrick Schikowski (rechts) bislang vermissen.

Die nötige Kaltschnäuzigkeit ließ Patrick Schikowski (rechts) bislang vermissen.

Bonn. Die 1:3-Niederlage beim SC Verl am vergangenen Freitag beschäftigt BSC-Coach Thorsten Nehrbauer weiterhin. Für das Heimspiel gegen Mönchengladbach erwartet er eine Leistungssteigerung.

Der Fußball-Regionalligist Bonner SC spielt unter seinen Möglichkeiten. Das findet zumindest Thorsten Nehrbauer. Er muss es wissen, denn der 41-Jährige ist schließlich Cheftrainer des Viertligisten.

Vor der Partie am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach ist die Bilanz in der Tat ausbaufähig. In den vier absolvierten Spielen sammelte der BSC vier Punkte. Dem Sieg bei Fortuna Düsseldorf stehen der Heimpunkt gegen Schalkes Nachwuchs und die beiden Auswärtsniederlagen in Lippstadt und zuletzt in Verl gegenüber. Vor allem das 1:3 vor einer Woche wurmt Nehrbauer. „Wir haben 80 Minuten gut gespielt und trotzdem verloren.“ Ein zehnminütiger Tiefschlaf zum Ende der ersten Hälfte, den Verl bekanntlich mit drei Treffern in zehn Minuten bestrafte, kostete den BSC die Punkte. „Daraus müssen wir lernen“, fordert der BSC-Coach. „Das gilt für die jungen, aber auch die erfahrenen Spieler.“

Keine großen Änderungen in Startelf geplant

BSC-Kapitän Mario Weber ärgert die Phase zwischen der 34. und 44. Minute in Verl bis heute. „Das nervt, denn wir wissen, dass wir es viel besser können.“ An großartige Konsequenzen, was die Startelf gegen Mönchengladbachs Nachwuchs anbetrifft, denkt Nehrbauer indes nicht. So darf auch Markus Wipperfürth, dem der Verler Angreifer Aygün Yildirim regelrecht Knoten in die Beine spielte, durchaus wieder mit einer Startelfnominierung rechnen. „Das waren sechs schlechte Minuten, die er erwischt hat. So etwas kann passieren. Ansonsten hat er für uns gute Spiele gemacht“, sagt der BSC-Trainer.

Mit dem bislang noch torlosen Angreifer Patrick Schikowski ist Nehrbauer ebenfalls nicht unzufrieden. „Mit etwas mehr Glück und Kaltschnäuzigkeit hätte er in den bisherigen Spielen vier, fünf Tore schießen können“, sagt der BSC-Coach. „Aber das ist nicht passiert. Und deshalb bin ich natürlich mit unserer Ausbeute nicht gerade glücklich.“ Thomas Schmitz beurteilt die bislang gebotene Offensivleistung als nicht ausreichend. Der sportliche Leiter des BSC stellt deshalb wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode am 2. September zumindest eine Nachbesserung in Aussicht. „Gute Strafraumstürmer sind wohl nicht mehr zu bekommen“, sagt Schmitz. „Die sind einfach zu teuer. Dafür bemühen wir uns um einen weiteren Außenspieler.“

Stoffels Kandidat für die Streichliste

Da das Budget allerdings ausgereizt scheint, wird laut Schmitz zumindest ein Spieler aus dem aktuellen Kader gehen müssen. Ein Kandidat ist Jannick Stoffels, der es bislang noch nicht auf den Spielberichtsbogen geschafft hat. Eine weitere Offensivverpflichtung macht umso mehr Sinn, da sich Marcel Kaiser zu Wochenbeginn im Training am Knöchel verletzte. „Sehr schade“, meinte Schmitz. „Er war drauf und dran, es in die erste Elf zu schaffen.“

Auch hinter Kapitän Mario Weber und Bernhard Mwarome steht hinsichtlich eines Einsatzes am Freitag noch ein Fragezeichen. Mwarome hat seine Zerrung zwar auskuriert, trainiert allerdings noch dosiert. Weber musste am Dienstag mit einer Muskelverhärtung an der Wade ganz aussetzen. Nach dem trainingsfreien Mittwoch soll das Abschlusstraining am Donnerstag bei beiden Akteuren Klarheit bringen.

Sollte es am Freitag gegen Mönchengladbach nicht gelingen, die bisherige Punktebilanz aufzupolieren, will Nehrbauer die Lage nicht unnötig dramatisieren. „Dafür ist es noch viel zu früh in der Saison. Ich erwarte am Freitag gegen Mönchengladbach eine deutliche Leistungssteigerung und 90 konzentrierte und engagierte Minuten – vor hoffentlich vielen Zuschauern.“