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Von Alfter bis Rheinbach: Winterdienste bereiten sich auf Wintereinbruch vor

Von Alfter bis Rheinbach : Winterdienste bereiten sich auf Wintereinbruch vor

Bisher zeigte sich der Winter eher mild, doch das kann sich jederzeit ändern. Damit die Kommunen im Linksrheinischen Kreis vom Wintereinbruch nicht überrascht werden, bereiten sie sich seit Monaten auf Eis und Schnee vor.

Bisher zeigt sich der Winter von einer milden Seite. Zweistellige Temperaturen lassen einige schon vom Frühling träumen. In den Kommunen des Vorgebirges sind die Baubetriebshöfe aber längst auf Eis und Schnee vorbereitet. Bei einem plötzlichen Wintereinbruch müssen sie schließlich die Straßen freihalten.

■ Bornheim: Hier gehören rund 95 Kilometer Straße zur Priorität 1. Sie werden zuerst geräumt oder gestreut. Erst danach kommen andere Straßen dran. Unzugängliche Stellen wie Unterführungen, Bushaltestellen oder Treppenanlagen streuen die zuständigen Mitarbeiter von Hand. Dazu müssen werktags drei Fahrzeuge zwischen 5 und 20 Uhr im Einsatz sein, an Sonn- und Feiertagen zwischen 7 und 20 Uhr.

Als Streumaterial sind 350 Tonnen Streusalz und 25 Kubikmeter Feuchtsalz eingelagert. Wie die Stadt mitteilte, seien Nachkäufe auch bei einem strengen Winter nicht notwendig. Diese Menge reiche für mindestens 14 Einsatztage. In Bornheim sind für den Winterdienst zwei Fremdunternehmen beauftragt, die bei Bedarf durch zwei eigene Fahrzeuge des Stadtbetriebs Bornheim ergänzt werden.

■ Meckenheim: Im September begannen in der Rosenstadt die Vorbereitungen. Nun ist das Personal entsprechend geschult, die Streupläne und Einsatzgruppen stehen fest. Die Lager sind mit 150 Tonnen Streusalz und 30 Tonnen Split gefüllt. Eine Fachfirma hat außerdem die Winterdienstgeräte überprüft und optimal eingestellt.

Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen halten Mitarbeiter des Betriebshofs die Straßen den Dringlichkeitsstufen nach frei. Die Einteilung dazu steht im Straßenverzeichnis auf der Homepage www.meckenheim.de. Rund um den Meckenheimer Bahnhof arbeitet die Stadt außerdem mit einem Unternehmen zusammen, das für die Deutsche Bahn den Winterdienst übernimmt. Wie vertraglich geregelt, kümmern sich dessen Mitarbeiter auch um die Treppenanlagen.

■ Swisttal: Einsatzbereit und in Rufbereitschaft sind die Mitarbeiter des Swisttaler Baubetriebshofs schon seit Mitte November. Zwischen 4 und 7 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr müssen sie derzeit erreichbar sein. Ob sie zum Einsatz kommen, entscheidet der Bereitschaftsführer nach Daten des Wetterdiensts und Überprüfung einiger Kontrollpunkte. Rücken sie aus, stehen ihnen je ein allradgetriebener Unimog und ein Lkw mit einer Feuchtsalzanlage zur Verfügung. Außerdem sind Handkolonnen unterwegs, die bei Bedarf für öffentliche Flächen einen Kleintraktor nutzen.

Zuerst geräumt werden Gefällestrecken und die Routen der Buslinien. 120 Tonnen Salz, 20 Tonnen abstumpfende Mittel wie Lava und zwölf Tonnen Flüssigsalz warten dazu in den Lagern. Damit orientiert sich Swisttal am Verbrauch der Vorjahre. Für die Ortsdurchfahrten ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig.

■ Alfter: Auch hier steht das Winterdienst-Team bereit. Räum- und Streupläne sind erstellt, in zwei Silos lagern je 50 Tonnen Streugut. Allerdings sei das wichtigste Instrument des Winterdienstes die mechanische Räumung, wie die Pressestelle der Gemeinde mitteilte. Salz oder sonstige auftauende Stoffe kommen nur in besonderen klimatischen Ausnahmefällen wie Eisregen oder an gefährlichen Stellen zum Einsatz. Welches Verfahren genutzt wird, entscheiden die Zuständigen je nach Witterung und Bodenverhältnissen.

An Wintertagen räumen und streuen die Mitarbeiter vom Alfterer Bauhof rund 150 Kilometer öffentliche Straßen und Wege. Sie sind laut Straßenreinigungs- und Gebührensatzung zuständig für die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege und Plätze innerhalb der geschlossenen Ortslagen sowie für die Ortsdurchfahrten. Die Landesstraßen außerorts betreut Straßen NRW.

■ Rheinbach: Wenn die Temperaturen unter zwei Grad fallen, werden in Rheinbach die Bereitschaftsführer für den Winterdienst schon um 3 Uhr morgens alarmiert. Sie fahren dann festgelegte Kontrollpunkte im Stadtgebiet und in den Ortschaften an, um die Streukolonnen im Bedarfsfall in den Einsatz zu schicken.

Zu den festgelegten Streustrecken gehören Schul- und Rettungswege sowie steile oder stark frequentierte Strecken. Für den Winterdienst arbeiten die Zuständigen im Baubetriebshof in Schichten. Pro Einsatz stehen laut Informationen der Stadt vierzehn Mitarbeiter bereit, die sieben Fahrzeuge besetzen und zwei Handkolonnen für Treppen, Gehwege und Bushaltestellen bilden. Dazu kommen drei Landwirte, die im Winterdienst mithelfen. Damit sie überall gut durchkommen, sind einige temporäre Halteverbote eingerichtet.

Die Stadt Rheinbach betont, dass alle sehr engagiert ihre Arbeit verrichten. Sie bittet aber die Bürger um Verständnis, da der Winterdienst nicht überall gleichzeitig sein könne. Mit ihren Lagervorräten sieht sie sich auch in einem ungewöhnlich langen Winter gut gerüstet.