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Hemmericher Maipaar: Gemeinsam ist die Liebe zum FC

Hemmericher Maipaar : Gemeinsam ist die Liebe zum FC

Wenig Schlaf fanden die Mitglieder des Junggesellenvereins "Einigkeit" 1877 Hemmerich in der Nacht zum Ostermontag: Ganze sieben Stunden dauerte die 136. Mailehenversteigerung, die im Bornheimer Vorgebirgsort nach alter Tradition stattfand.

Am frühen Morgen war es dann soweit: Der 30 Jahre alte Elektriker Manfred Wollersheim erwarb seine Maikönigin Stefanie Schneider für 17 Millionen Junggesellenmark. Unter Trommelwirbel und Gesang zogen die Junggesellen zum Haus der 23-Jährigen und baten die Königin um ihre Regentschaft. Überrascht nahm die junge Frau die Wahl an.

"Ich habe nicht damit gerechnet, Maikönigin zu werden", erklärte die Kauffrau für Bürokommunikation gestern bei der Vorstellung des neuen Maipaares in der Gaststätte "Beim Piepsch". "Ich bin gespannt, was jetzt auf mich zukommt. Es wird sicher eine aufregende Zeit werden."

Wie in vielen anderen Orten bildet auch in Hemmerich die Mailehenversteigerung den offiziellen Beginn des Junggesellenjahres. Alle unverheirateten Mädchen und Frauen des Ortes, die über 16 Jahre alt sind, werden unter den Junggesellen gegen ein Höchstgebot versteigert.

In Hemmerich hieß das konkret: Den 40 Mitgliedern der "Einigkeit" standen 100 Mailehen gegenüber. Damit auch die übrigen Mailehen erfahren, von welchem Junggesellen sie ersteigert worden sind, werden "Maibriefe" zugestellt. Sehr zufrieden mit dem neuen Königspaar zeigte sich der am Vortag gewählte neue Präsident und Vorsitzende Bastian Esser: "Die beiden werden ihre Sache sicher gut machen."

Bis zum Krönungsball am Samstag, 18. Mai, haben Stefanie Schneider und Manfred Wollersheim noch Zeit, sich an ihre Rolle als Maipaar zu gewöhnen. Eine Gemeinsamkeit haben die beiden jedenfalls schon gefunden: Die treue Anhängerschaft zum 1. FC Köln.