1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Bornheim

Trinkspiele und Trichtersaufen: Der Sozialpädagoge und Autor Olaf Büttner las in der Bornheimer Europaschule

Trinkspiele und Trichtersaufen : Der Sozialpädagoge und Autor Olaf Büttner las in der Bornheimer Europaschule

Was passieren kann, wenn man diese Grenze zu weit überschreitet, erfuhr die Klasse 8b der Bornheimer Europaschule jetzt von Autor Olaf Büttner, der innerhalb des Rheinischen Lesefests "Käpt'n Book" aus seinem Roman "Filmriss" las.

Bei den Schülern der 8b der Europaschule stehen die ersten Erfahrungen mit Alkohol wohl noch an. "Die meisten von uns werden mal was trinken", meinte Caroline (14), "aber man sollte auch sein Limit einhalten." Und dazu bedarf es durchaus solcher Erfahrungen, wie sie ihr Cousin nach einem Saufgelage gemacht hat: "Jeder muss da mal auf die Schnauze fallen, um sein Limit zu erkennen. Mein Cousin weiß jetzt, wie viel er verträgt."

Was passieren kann, wenn man diese Grenze zu weit überschreitet, erfuhr die Klasse jetzt von Autor Olaf Büttner, der innerhalb des Rheinischen Lesefests "Käpt'n Book" aus seinem Roman "Filmriss" las.

Im Mittelpunkt steht Birte, aus deren Sicht Büttner die Geschichte erzählt. Sie will in ihrer Clique nicht als graue Maus da stehen und trinkt mit, obwohl sie dies nicht will. Trinkspiele, Trichtersaufen, Kirsch-Wodka - am Ende artet das Ganze aus. Eine Geschichte ohne Happy End. "Wenn man Alkohol nicht so gerne mag, muss man das nicht trinken, nur weil die anderen das wollen", war Christina (14) überzeugt.

Dabei schwört Birte nach dem ersten schlimmen Kater, nie wieder zu trinken, hält sich aber nicht daran. "Es ist dumm von Leuten, die schon mal richtig knülle waren, weiter zu machen, nur damit sie nicht zu Außenseitern werden", sagte Lukas (13). "Man weiß ja dann, wie man sich danach fühlt." Man müsse vorsichtig damit umgehen, meinte Sophia (13).

"Man kann in unserem Alter ja schon süchtig werden." Sie halte nichts von Komasaufen und würde das auch niemandem raten. "Die Eltern haben ja auch Einfluss darauf", sagte Elias (13). Die sollten keinen Alkohol stehen lassen, den Kinder probieren könnten.

Vorbildliche Ansichten, die die Schüler da dem Sozialpädagogen Büttner gegenüber vertraten. Ihn fragten die Jugendlichen, wie er auf die Idee zum Roman gekommen ist. "Komasaufen ist ja heute ein großes Thema", sagte er. "Ich habe mir überlegt, eine Geschichte dazu zu erzählen."

Er selber habe auch in seiner Jugend Erfahrungen mit Alkoholmissbrauch gemacht, aber den Absprung geschafft. Deshalb sei es ihm wichtig gewesen, dass der Roman stimmig ist, an dem er etwa zwei Jahren geschrieben habe. "Ich habe immer wieder etwas daran geändert, bis ich zufrieden war."