Baustellen : Nadelöhr Rösberg

An gleich mehreren Stellen in Bornheim und Alfter staut sich jetzt der Verkehr

Tonnenschwere Lastwagen, dicke Traktoren, ein Auto nach dem anderen: Seit Montag, 8.30 Uhr, ist die L182 zwischen Swisttal-Heimerzheim und Bornheim-Brenig gesperrt, und seitdem trauen manche Anwohner ihren Augen kaum, wenn sie sehen, was da an Verkehr durch Bornheims beschauliche Ortschaft Rösberg fließt.

Noch bis Ende November sind die Bauarbeiten geplant, und so ist die Route durch Rösberg die einzig praktikable Umleitung.

Das Nadelöhr in Rösberg ist derzeit nicht das einzige. Auch die Bornheimer und alle, die durch Bornheim fahren müssen, müssen derzeit viel Geduld mitbringen.

Im Schnitt sieben Minuten warten Autofahrer, die von Bonn oder über die K12n aus Alfter kommend über die Bonn-Brühler-Straße nach Bornheim fahren wollen, an der Baustellenampel. Sie wurde wegen der Arbeiten für den neuen Kreisel dort eingerichtet. Wenn es gut läuft, sind die Arbeiten Mitte November abgeschlossen.

Zeit mitbringen muss auch, wer über die Königstraße in Bornheim fährt. Zusätzlich zum sowieso schon regen Verkehr sorgen Kanalarbeiten auf der Höhe des Beethoven-Stifts für eine weitere Verzögerung. "Dort wird eine Anlage, die Niederschlagswasser aufnimmt, umgeklemmt", erläutert Johannes Pieck, Leiter des Geschäftsbereichs Straßenverkehr der Stadt.

Außerdem werden zwei Gullys, sogenannte Sinkkästen, eingebaut - bis voraussichtlich nächste Woche Freitag, 9. November. Schleppend geht es auch auf der L 182 selbst zwischen Brenig und Heimerzheim voran. Obwohl bereits frühzeitig vor Heimerzheim und am Fuße des Rankenbergs beschildert, ignorierten zahlreiche Autofahrer die Sperrung.

So kam es am Morgen am Heimerzheimer Dützhof zu einigen komplizierten Lkw-Wende-Manövern. Verärgert wendeten die Fahrer und steuerten zurück nach Brenig. Andere versuchten, über der Landwirtschaft vorbehaltene Feldwege nach Heimerzheim zu gelangen.

Thomas Pick von der Verkehrssicherungsfirma Trimborn, der die Sperrschranken aufstellt, konnte da nur den Kopf schütteln. Zumal am Wochenende neun im Straßengraben abgelegte Sperrschilder gestohlen wurden. Den Schaden beziffert er auf 600 Euro.