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Evangelisches Gemeindezentrum Hersel: Das Bornheimer "Kunstquartett" präsentierte sich

Evangelisches Gemeindezentrum Hersel : Das Bornheimer "Kunstquartett" präsentierte sich

Neugier und Experimentierfreude sind das Markenzeichen von vier Bornheimer Künstlerinnen, die sich am Wochenende im evangelischen Gemeindezentrum in Hersel mit ihren Werken vorstellten.

Die Malerinnen, die sich 2010 zum "Kunstquartett" zusammengeschlossen haben, arbeiten vielfach in Mischtechniken, nutzen Fundstücke aus der Natur wie zerkleinerte Kiefernzapfen oder Alltagsgegenstände wie Fliesenstückchen oder Tapete. "Ich verwende alles, was mir in die Finger kommt", sagt Ute Marienfeld.

Die 47-jährige Krankenschwester verziert ihre abstrahierten Aktdarstellungen etwa mit Stoffen und Schmuck, speziellen Pasten oder gar Nudeln. Für Porträts hingegen bevorzugt sie eine Scherenschnittoptik. "Ich experimentiere gern", berichtet Doris Peters (68). "Die Farben und Formen ergeben sich beim Malen", erläutert sie ihren Schaffensprozess.

Die Vorliebe der Rentnerin gilt der abstrakten Malerei in Acryl und der Collage. Dann kommen mal Seidenpapier oder Sand, Spachtelmasse oder Gräser zum Einsatz.

Jutta Alfter (60) nimmt für ihre abstrakten Darstellungen am liebsten Ölfarbe. "Die Leuchtkraft ist intensiver als bei Acrylfarben. Das bringt mehr Tiefe in die Bilder", findet sie. Die Kunsterzieherin im Ruhestand hat auch einen Faible für leuchtende Farben und meidet eher die erdigen Töne. Sie malt seit 40 Jahren, "weil es mir Spaß macht".

Christine Kiefer (52) hängt eher an zarten Farben und einer stärker gegenständlichen Malerei. Allenfalls in Andeutungen bringt die gelernte technische Zeichnerin einen Hauch von Abstraktion in die Darstellung von Früchten, Landschaften und Figuren hinein. Das Malen hat sie schon als Kind fasziniert; seit rund zehn Jahren besucht nun auch Malkurse. "Das ist mein Ausgleich zum Alltag", sagt sie.