Immer mehr Einsätze: Rhein-Sieg-Kreis will Routenplanung für Rettungswagen verbessern

Immer mehr Einsätze : Rhein-Sieg-Kreis will Routenplanung für Rettungswagen verbessern

Der Rhein-Sieg-Kreis rüstet die Technik in der Leitstelle auf und investiert in neue Wachen. Grund: Die Zahl der Einsätze nimmt stetig zu.

Mithilfe eines neuen Programms soll in diesem Jahr die Routenplanung der Retter in der Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises optimiert werden. Wie die Kreispressestelle mitteilte, sei geplant, die Technik entsprechend nachzurüsten. Damit werde automatisch ein Rettungswagen einer anderen Kommune in Bereitschaft gesetzt, sollte die Hilfsfrist in einem Versorgungsbereich einmal nicht gewährleistet sein – etwa weil mehrere Einsätze parallel laufen.

„Dadurch werden unsere Mitarbeiter entlastet“, sagt der Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, Rainer Dahm. „Bislang müssen sie kompensierende Maßnahmen bei einer hohen Rettungsmittelauslastung selbstständig ausgleichen“. Durch die anvisierte Integration des Moduls „eCall“ wird laut Kreis zudem die Erreichbarkeit von Unfallbeteiligten mit ihren Fahrzeugen einfacher. So könnten die Mitarbeiter der Kreisleitstelle eine schnellere Ortung gewährleisten.

Darüber hinaus investiert der Kreis beim Rettungswesen in die Infrastruktur. Derzeit entsteht in Swisttal eine neue Rettungswache, die Wache in Ruppichteroth wird nach Schönenberg verlagert und sowohl in Much als auch in Bornheim werden neue Wachen gebaut. „Die Zahl der Einsätze nimmt stetig zu“, so Dahm. „Neben einer älter werdenden Gesellschaft und der wachsenden Bevölkerung im Kreis sind auch ein geändertes Nutzungsdenken und ein falsches Verständnis für den Notruf dafür verantwortlich.“

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