Kommentar zur Königswinterer Straße: Warum nicht gleich so?

Kommentar zur Königswinterer Straße : Warum nicht gleich so?

Geht doch, stellt GA-Redakteur Hansjürgen Melzer nach der Infoveranstaltung zu den Straßenausbaubeiträgen in Oberpleis fest. Denn die zeigt, wie man erhitzte Gemüter mit sachlicher Information beruhigen kann, statt sich nur auf knappe Bürgerbriefe zu beschränken.

Stadtverwaltung und Anlieger der Königswinterer Straße haben drei Stunden lang – meist friedlich – über den Straßenausbau geredet. Die Fragen der Bürger konnten fast alle beantwortet werden. Einige Antworten wird die Verwaltung noch nachliefern. Warum nicht gleich so?, könnte man nun fragen.

Wie konnte die Politik, mit Ausnahme der Königswinterer Wählerinitiative, vorher nur denken, den Sprengstoff in diesem Thema könne man entschärfen, indem man ein Informationsschreiben in die Briefkästen der Anlieger wirft? Eine fatale Fehleinschätzung.

Allerdings genährt durch schlechte Erfahrungen der Vergangenheit – wenn man an die Veranstaltungen zum Ausbau der Scheurenstraße, des Döttscheider Weges oder des Niederdollendorfer Rheinufers denkt.

Der Verwaltung, die einen Technischen Dezernenten wie Theo Krämer als Moderator und Bürgermeister Peter Wirtz als Sidekick für die brenzligen Situationen hat, braucht vor solchen Veranstaltungen eigentlich nicht bange zu sein. Zumal die Anlieger der Königswinterer Straße vorher ihre Fragen eingereicht hatten, sodass die Verwaltung gut vorbereitet in den dreistündigen Abend gehen konnte.

Zur weitgehend ruhigen Atmosphäre trug aber auch die Aussicht bei, dass die Beitragssätze am Ende nicht so schlimm ausfallen werden wie vorher befürchtet. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die künftige Bebauung auf der östlichen Seite der Straße, die bereits kostensenkend in die Kalkulation eingeflossen ist.

Auch wenn es sich dabei nur um eine Prognose handelt, werden die Anlieger die Stadt eines Tages beim Wort nehmen, wenn die Gebührenbescheide doch höher ausfallen sollten.