Gastronomie im Siebengebirge: Zukunft von Weinhaus Gut Sülz ungewiss

Gastronomie im Siebengebirge : Zukunft von Weinhaus Gut Sülz ungewiss

Die Zukunft von Gut Sülz ist ungewiss. Gastronom, Weinkenner und Pächter Andreas Lelke kehrt dem Weinhaus in Oberdollendorf den Rücken. Die Pacht sei unangemessen und der Sanierungsstau groß.

Die Wiese des Weinhauses Gut Sülz in den Oberdollendorfer Weinbergen ist bei Gästen aus der Region und weit darüber hinaus äußerst beliebt. Seit Juni 1997 ist der Gastronom und Weinkenner Andreas Lelke Pächter in Oberdollendorf. „Ich werde bis Mitte des Jahres kündigen. Ich habe mit dem Weingut persönlich abgeschlossen“, sagte er jetzt dem General-Anzeiger. Mit der laufenden Sanierung der Bauernschenke hat er ein großes Projekt vor sich, nachdem er in den vergangenen Jahren bereits die Weinmühle und den Bungertshof wieder in Schmuckstücke verwandelt hatte.

Die Pacht im Weinhaus Gut Sülz ist aus seiner Sicht unangemessen. „Sie ist für den Zustand des Gebäudes viel zu hoch“, sagt er. Der Sanierungsstau sei groß. Seine Gäste würden ihn fragen, warum er nicht in das Gebäude investieren würde. Eigentümerin Brigitte Jonas wollte sich auf Nachfrage nicht zur Zukunft des Weinhauses äußern.

Mit dem Weinhaus Steinbach steht eine weitere bekannte Traditionsgaststätte im Siebengebirge vor Veränderungen, wenn auch erst in zwei Jahren. Das Aus wollen nicht zuletzt Brigitte und Peter Mohr verhindern. Das Wirte-Ehepaar, das das Haus seit mehr als 30 Jahren mit Herzblut führt, denkt ebenfalls ans Aufhören – und hofft auf Nachfolger.

1850 erwarb Bertram Steinbach das Anwesen an der Spießgasse, seit 1752 schon ist die Familie in Honnef ansässig. Noch ist der Zeitpunkt, wann die beiden aufhören, offen: „Wir haben feste Zusagen bis weit ins kommende Jahr.“ Gedacht sei an einen Verkauf. „Am liebsten wäre es uns natürlich, das Haus würde weitergeführt wie bisher“, so Peter Mohr.