Unfall auf A3 bei Königswinter: Laster fuhr auf havarierten Sattelzug auf

Unfall auf A3 bei Königswinter : Laster fuhr auf havarierten Sattelzug auf

Erneut war die A3 Schauplatz eines schweren Lastwagenunfalls: Am Mittwochmorgen hatte nach Angaben des Kölner Einsatzleiters David Mettelsiefen gegen 5.45 Uhr ein 27 Jahre alter Fahrer mit seinem 40-Tonner einen Lastzug aus Leipzig gerammt, dessen 57-jähriger Fahrer auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Köln, einen knappen Kilometer vor der Ausfahrt "Siebengebirge", angehalten hatte.

Durch die Kollision verlor der Laster des 27-jährigen Betriebsflüssigkeit, die laut Mettelsiefen auf die heißen Bremsen lief und einen Brand auslöste. Die Feuerwehr hatte das Feuer zwar schnell im Griff, wegen der Bergungsarbeiten blieb die Autobahn aber bis 16.30 Uhr gesperrt; es bildeten sich zum Teil lange Staus. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Wie es genau zu der Kollision kommen konnte, war am Mittwoch noch unklar.

Offenbar hat der schnelle Einsatz der Feuerwehren aus Königswinter und Bad Honnef Schlimmeres verhindert - die Wehrleute löschten das Feuer, bevor es sich auf den kompletten Laster ausbreiten konnte. Der Polizeisprecher: "Die Wehren konnten den Brand sehr schnell löschen."

Obwohl beide Laster schwer beschädigt wurden, kamen die beiden Fahrer laut Mettelsiefen mit dem Schrecken davon. Für den Polizeisprecher grenzte das "an ein kleines Wunder". So hatte sich etwa durch den Aufprall ein Metallstück des Aufbaus durch die Windschutzscheibe des Unfallverursachers gebohrt, nur wenige Zentimeter neben dem Fahrersitz.

Kfz-Teile eines bayrischen Automobilherstellers hatte der 57-jährigen Brummifahrer am Dienstagabend in Dingolfing aufgeladen und war nun am Aschermittwoch auf dem Weg nach Krefeld. Gegen 5.30 Uhr, so berichtete er am Mittwoch, habe er dann auf der A3 in Höhe des Rastplatzes Logebach wegen eines technischen Defektes stoppen müssen.

[kein Linktext vorhanden]Der 57-Jährige vermutete einen Getriebeschaden als Ursache. Bei eingeschaltetem Licht und Warnblinkanlage war er etwa zehn Minuten im Führerhaus sitzen geblieben, "als es einen furchtbaren Knall gab". Wenige Augenblicke später sah der 57-Jährige den 40-Tonner des Unfallverursachers, der etwa zehn Meter vor ihm, mitten auf der A3 zum Stehen gekommen war.

Durch den Aufprall des vor allem im rechten Seitenbereich stark zerstörten Lasters waren Teile der Ladung auf der Fahrbahn gelandet - in Säcken abgepacktes Kunststoffgranulat. Auch hatte der Laster bereits zu brennen angefangen, berichtete der 57-jährige Fahrer weiter, der mit einem Feuerlöscher versuchte, die Flammen zu löschen.

Das gelang aber erst Feuerwehreinsatzleiter Franz Josef Tix und rund 50 Wehrmännern. Tix war froh, dass die Löschzüge aus Ittenbach und Aegidienberg als erste Kräfte schnell an der Einsatzstelle eingetroffen waren. So habe man verhindern können, dass das Feuer auf die Ladung und das Kunststoffgranulat übergriff, führte der stellvertretende Bad Honnefer Wehrführer aus: "Das hätte uns richtig Ärger gemacht."

Aber auch so hatten die Wehrleute genug zu tun: Tix schätzt, dass etwa 500 Liter Diesel ausliefen und mit Chemikalien abgebunden werden mussten. Zudem wurde durch das Diesel das Erdreich einer Böschung auf etwa 50 Metern kontaminiert, so Dirk Kassel, stellvertretender Sprecher der Kreisverwaltung: "Eine akute Gefahr besteht aber nicht." Da kein Gewässer in der Nähe ist, wollte die Untere Wasserbehörde die Bergung der Laster abwarten, und dann das betroffene Erdreich bis in eine Tiefe von 30 bis 50 Zentimeter abtragen lassen.