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Gesamtschule Königswinter: Koalition will kein "Horrorszenario"

Gesamtschule Königswinter : Koalition will kein "Horrorszenario"

Als "schlechte Verlierer" zeigen sich die Oppositionsfraktionen nach Meinung von CDU und FDP in Königswinter beim Thema Gesamtschule. Obwohl sie im Rat mitgestimmt hätten, die Entscheidung über den Schulentwicklungsplan an den Schulausschuss zu übertragen, würden sie jetzt - weil der Beschluss ihren Zielen nicht entspreche - eine Sondersitzung des Stadtrats beantragen.

"Wir werfen der Opposition vor, dass sie keinerlei Interesse daran zeigte, ob die Aussagen des Schulentwicklungsplans schlüssig sind. Wichtig war für sie nur, dass sie in ihre Argumentationsstrategie passten. Gute sachliche Gründe der Koalition, die die Aussagen des Gutachters in Frage stellten, führten direkt zu der infamen Verdächtigung, die Koalition wolle den Errichtungsbeschluss zur Gesamtschule durch die Hintertür kippen", so CDU und FDP.

Aus drei Gesichtspunkten habe man dem SEP nicht zugestimmt. Es sei unzweifelhaft, dass die Schülerzahl in den Oberstufen von Gesamtschule und Gymnasium - verstärkt durch die demografisch rückläufigen Schülerzahlen - nicht ausreiche, um ein attraktives differenziertes Kursangebot zu machen. Zweitens werde insbesondere das Gymnasium bei sinkenden Schülerzahlen erhebliche Rückgänge in der Oberstufe befürchten müssen, die dessen Existenz in Frage stellen.

"Wir wollen dieses Horrorszenario dringend verhindern." Drittens sei das Zahlenmaterial nicht vollständig gewesen. Komme es zum Beispiel am CJD zu einer Aufnahme von mehr Kindern, schwinde das Potenzial für eine Gesamtschule zusätzlich. CDU und FDP hatten sich für die Errichtung einer teilintegrierten Sekundarschule entschieden.