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Kurz gefragt: Französische Gäste erlebten Karneval in Rheinbach

Kurz gefragt : Französische Gäste erlebten Karneval in Rheinbach

Vor dem Tag der deutsch-französischen Zusammenkunft am Aschermittwoch konnten die beiden Bürgermeister Armand Falque (59) aus Vaux-devant-Damloup und Bürgermeister Olivier Gérard (39) aus Douaumont noch den Veilchendienstagszug verfolgen. Mit den beiden Bürgermeistern sprach Mario Quadt.

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Wie haben Sie das rheinische Brauchtum und den Veilchendienstagszug in Rheinbach erlebt?

Olivier Gérard: Oh, es war ein beeindruckendes Erlebnis. Diese Begeisterung der Menschen, die mitgehen und der Leute, die sich den Zug angeschaut haben. Wir haben viel gefilmt, um in Frankreich zu zeigen, wie begeisternd das Brauchtum in Rheinbach ist.

Was hat Sie in besonderem Maße beeindruckt?

Olivier Gérard: Wir hatten einen tollen Platz vor dem Raiffeisenhaus an der Hauptstraße und haben vieles fangen können, was von den Gruppen geworfen worden ist. Zwei große Beutel werde ich meinen Kindern nach Hause mitbringen können.

Armand Falque: Wir sind sehr herzlich in Rheinbach empfangen worden. Wir wissen jetzt, was ein 'Bützjer' ist und man 'Kamelle' rufen muss. Ebenso haben wir gelernt, dass Kölsch eine Sprache ist und außerdem ein Bier. Zusammen mit Peter Baus waren wir auch auf dem Hexenturm und konnten uns das bunte Treiben von oben anschauen.

Das Kostüm, welches Sie beide getragen haben, hat auch sehr viel Eindruck gemacht...

Gérard: Ja, das stimmt. Dabei sind wir als französische Bürgermeister gegangen – mit schwarzen Anzügen, Schärpen und Zylindern. Die Schärpen mit der Tricolore, die wir getragen haben, sind unsere offiziellen Schärpen, die wir bei ganz besonderen Anlässen anlegen. Viele, die wir vor und nach dem Zug getroffen haben, wollten uns das gar nicht glauben. Nur die Zylinder gehören nicht zur offiziellen Ausstattung eines Bürgermeisters, die stammen aus unserem Fundus.

Was versprechen Sie sich von einer Friedenspartnerschaft von Douaumont und Rheinbach?

Falque: Es geht uns darum, den europäischen Gedanken weiterzuentwickeln und weiterzutragen. Ein europäischer Gedanke auf einem früheren Schlachtfeld. Rheinbach ist der erste europäische Nachbar, mit dem wir eine Partnerschaft des Friedens eingehen. Wir würden gerne weitere realisieren. Die deutsch-französische Freundschaft und der europäische Gedanke sind immanent wichtig für unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder.

Deswegen wollen Sie an erster Stelle Schülergruppen ansprechen?

Falque: Den europäischen Gedanken für Schüler erlebbar zu machen, ist unser vordringliches Ziel. Das Besondere an der Region von Verdun und Douaumont ist, dass auf einem vergleichsweise kleinem Gebiet sehr viel passiert und zu sehen ist – das ist wie in Hiroshima. Dabei ist das Schlachtfeld von Verdun nur zwölf mal zwölf Kilometer groß.