11.11. in Köln: Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes nach Steinwurf

Ermittlungen wegen versuchten Mordes : Unbekannte sollen Kölner Karnevalisten mit Steinen beworfen haben

Unbekannte haben Karnevalisten am Montag von einem achtstöckigen Gebäude aus mit Steinen beworfen. Die Polizei ermittelt gegen zwei Männer, denen die Tat bislang allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.

Die Kölner Polizei hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft am Dienstag zwei Männer im Alter von 17 und 19 Jahren aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die beiden sollen am Montag gegen 16 Uhr auf dem Hohenstaufenring in der Neustadt Süd während der Karnevals-Feierlichkeiten mehrere Steinklumpen vom Dach eines achtstöckigen Gebäudes geworfen haben. Dabei verletzte sich ein 18-Jähriger am Fuß.

Die bisherige Beweislage reichte nach Polizeiangaben aber nicht für eine Vorführung vor dem Haftrichter aus. Die eigens eingesetzte Mordkommission ermittelt aber weiterhin gegen die beiden Tatverdächtigen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Dem 18-jährigen Mann geht es nach der Attacke demnach „den Umständen entsprechend gut“.

Noch am Tattag sicherten Kriminalbeamte die Spuren am Tatort. Die Auswertung des Materials und die Untersuchung bezüglich vorhandener DNA-Spuren dauern an. Ermittler prüfen zudem, ob Videomaterial privater Überwachungskameras vorhanden ist.

Die Mordkommission sucht Zeugen, die das Tatgeschehen möglicherweise beobachtet haben. Zudem sollen sich Menschen melden, die möglicherweise Videoaufnahmen der Tat erstellt haben.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Gleichzeitig überprüft die Kölner Polizei aktuell Videomaterial vom Karnevalsauftakt, um einen anderen Täter zu finden. Dieser soll einem 22-jährigen Karnevalisten aus Trier einen Kabelbinder um den Hals gelegt und zugezogen haben. Der 22-Jährige war offenbar nicht das einzige Opfer solcher Attacken. Ein Sanitäter schilderte der Polizei, dass es am frühen Vormittag einen ähnlichen Vorfall gegeben habe. Dabei sei der Kabelbinder aber locker um den Hals gelegt und nicht zugezogen worden. Die Ermittlungen dauern an.

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