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"am 7. um 7": Vokale Highlights in der Kreuzkirche

"am 7. um 7" : Vokale Highlights in der Kreuzkirche

Im Juli-Konzert der Kreuzkirchen-Reihe "am 7. um 7" war diesmal der hauseigene Kammerchor Vox Bona unter der Leitung von Karin Freist-Wissing zu hören.

Den stimmungsvollen Beginn bildete Max Regers "Abendlied", bei dem sofort der homogene Klang des Chores positiv auffiel. Ähnlich stimmungsvoll gelang dann auch das ebenfalls a-cappella vorgetragene Lied "Sonnenaufgang" des Russen Sergei Tanejew.

Neben der von Freist-Wissing großartig umgesetzten Dynamik, die das Stück in der Tat als einen Sonnenaufgang erscheinen ließ, sollte man nicht vergessen, dass der Chor es hier problemlos schaffte, das russische Original zu singen. Oboist Volker Kriegsmann leitete mit drei Sätzen aus der Bearbeitung der Cellosuite Nr. 4 von Johann Sebastian Bach zu den weiteren Chorstücken über.

Durch das ungewöhnliche Arrangement konnte man den eher selten solistisch zu hörenden Klang der Oboe d'amore genießen. Lediglich die schnellen Sätze litten etwas unter der halligen Akustik der Kreuzkirche. Den Mittelpunkt des Konzerts bildeten die zwei sehr verschiedenen und doch wieder aneinander angelehnten Vertonungen von "Komm, Jesu, komm" von Bach und dem zeitgenössischen Komponisten Sven-David Sandström.

Bachs Motette wurde zweichörig und in gemischter Aufteilung des Chores vorgetragen und ergab somit wieder einen wunderbar durchmischten Gesamtklang. Hierbei wurde Vox Bona um eine Basso-continuo-Gruppe ergänzt. Auch Sandströms Werk wurde von dem Chor gekonnt interpretiert.

Nach einem weiteren instrumentalen Zwischenspiel von Volker Kriegsmann beendete der Kammerchor den Abend mit den stark akzentuierten "Due motetti" von Sàndor Szokolay und "Warum ist das Licht gegeben" von Johannes Brahms. Dieser Chor hat verdientermaßen zahlreiche Wettbewerbe gewonnen.