Hicog-Siedlung in Tannenbusch: Eine Wohnung als Museum

Hicog-Siedlung in Tannenbusch : Eine Wohnung als Museum

Denkmalschützer wollen in der Tannenbuscher Hicog-Siedlung den Charme der 50er Jahre erhalten. So wird dort nun eine Wohnung mit alter Küche und Bad zum Museum. Das kann sich am Sonntag jeder anschauen.

Es ist heutzutage schwierig, eine 83 Quadratmeter große Wohnung zu vermieten, die aus zwei gleich großen Räumen, einem winzigen Flur, einem kleinen Bad und einer kleinen Küche besteht. Dieses Problem hat der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bislang viel Kummer bereitet. Denn in der Tannenbuscher Hicog-Siedlung hat sie gleich 150 davon, zudem stehen sich alle unter Denkmalschutz – genau wie die gesamte Anlage mit insgesamt 399 Wohnungen.

Es hat Jahre gedauert, bis nun ein Durchbruch erzielt worden ist. Das Amt für Denkmalschutz der Bezirksregierung Köln hat nun grünes Licht gegeben, dass sich an den Häusern selbst nicht viel verändern darf. Die Bima als Investor darf aber nun die Grundrisse der auf die Amerikaner zugeschnittenen Wohnungen aus den 50er Jahren verändern, so dass zwei bis drei Mieter künftig dort gut wohnen können. Das funktioniert zumindest an den außen gelegenen Apartments, weil nur dort ein zusätzlicher Raum ein Fenster haben kann. Dafür werden in einen der beiden Großräume Wände eingezogen, was jetzt schon zu sehen ist.

Solch eine Wohnung wird später für 520 Euro Kaltmiete zu haben sein. Laut Gregor Haida, Leiter der Bima-Wohnungsabteilung, ein ortsüblicher Preis. An diesem Sonntag will die Bima das Viertel mit seiner großzügigen Parkanlage bei einer offenen Tür anlässlich des Tags des offenen Denkmals vorstellen. 58 Wohnungen sind derzeit frei, 13 davon sofort vermietbar, 34 müssen noch saniert werden.

Die Bezirksregierung hat eine Bedingung für die Umbauten gestellt: Eine Wohnung muss im Zustand wie vor 60 Jahren erhalten bleiben. Eine Art Museum, für dessen Öffnungszeiten es aber noch kein Konzept gibt. „Das wird gerade mit den Denkmalpflegern erarbeitet“, sagt Bima-Sprecher Thorsten Grützner. So geht es zur Tür mit der Nummer 26/7, die Pia-Kathrin Roller, Wohnungsverwalterin bei der Baugrund, aufschließt. „A Housewife‘s dream“, sagt Achim Könen vom Verein Dünenfüchse. Beim amerikanischen Traum der Hausfrauen handelt es sich um eine winzige Küche, angelehnt an die sogenannte Frankfurter Küche von 1926, in der eine Drehung reicht, um mit einem Handgriff alles zu erledigen.

„Das ist ein Rohdiamant, der wird nach und nach geschliffen“, sagt Haida. Will heißen, 26/7 wird noch aufgepeppt, fehlende Teile wie ein Hocker und 18 Schütten aus Glas kommen aus anderen Wohnungen hinzu. Auch das Bad mit den alten Einbauschränken und der Kommode bleiben erhalten. Zur Siedlung gehören auch elf Dormitories, Heime mit je sechs Zimmern pro Flügel, Gemeinschaftsbad und -küche. Auch dort stehen Sanierungen an. Nicht erklären kann sich die Bima, warum sich dafür bislang keine Studenten interessiert haben. Derzeit sind dort 80 Flüchtlinge untergebracht.

Besonders stolz sind die Dünenfüchse auf den neuen Spielplatz mit Nestschaukel, Kletterhäuschen und Rutsche. Die Denkmalbehörde habe ursprünglich vorgeschlagen, Spielgeräte wie in den 50er Jahren aufzustellen. Könen ist froh, dass die Eltern diesen Retro-Charme abwenden konnten. Auch so ist es ein „wunderschöner Platz“, sagt er. Den Verein gibt es seit 2014. Er geht auf einen Zusammenschluss engagierter Bürger zurück. Vergessen sind nun die Zeiten, als die Mitglieder noch fürchteten, dass ihr Viertel verdichtet werden würde, und sich die Politiker darüber in

Es ist heutzutage schwierig, eine 83 Quadratmeter große Wohnung zu vermieten, die aus zwei gleich großen Räumen, einem winzigen Flur, einem kleinen Bad und einer kleinen Küche besteht. Dieses Problem hat der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bislang viel Kummer bereitet. Denn in der Tannenbuscher Hicog-Siedlung hat sie gleich 150 davon, zudem stehen sich alle unter Denkmalschutz – genau wie die gesamte Anlage mit insgesamt 399 Wohnungen.

Es hat Jahre gedauert, bis nun ein Durchbruch erzielt worden ist. Das Amt für Denkmalschutz der Bezirksregierung Köln hat nun grünes Licht gegeben, dass sich an den Häusern selbst nicht viel verändern darf. Die Bima als Investor darf aber nun die Grundrisse der auf die Amerikaner zugeschnittenen Wohnungen aus den 50er Jahren verändern, so dass zwei bis drei Mieter künftig dort gut wohnen können. Das funktioniert zumindest an den außen gelegenen Apartments, weil nur dort ein zusätzlicher Raum ein Fenster haben kann. Dafür werden in einen der beiden Großräume Wände eingezogen, was jetzt schon zu sehen ist.

Solch eine Wohnung wird später für 520 Euro Kaltmiete zu haben sein. Laut Gregor Haida, Leiter der Bima-Wohnungsabteilung, ein ortsüblicher Preis. An diesem Sonntag will die Bima das Viertel mit seiner großzügigen Parkanlage bei einer offenen Tür anlässlich des Tags des offenen Denkmals vorstellen. 58 Wohnungen sind derzeit frei, 13 davon sofort vermietbar, 34 müssen noch saniert werden.

Die Bezirksregierung hat eine Bedingung für die Umbauten gestellt: Eine Wohnung muss im Zustand wie vor 60 Jahren erhalten bleiben. Eine Art Museum, für dessen Öffnungszeiten es aber noch kein Konzept gibt. „Das wird gerade mit den Denkmalpflegern erarbeitet“, sagt Bima-Sprecher Thorsten Grützner. So geht es zur Tür mit der Nummer 26/7, die Pia-Kathrin Roller, Wohnungsverwalterin bei der Baugrund, aufschließt. „A Housewife‘s dream“, sagt Achim Könen vom Verein Dünenfüchse. Beim amerikanischen Traum der Hausfrauen handelt es sich um eine winzige Küche, angelehnt an die sogenannte Frankfurter Küche von 1926, in der eine Drehung reicht, um mit einem Handgriff alles zu erledigen.

„Das ist ein Rohdiamant, der wird nach und nach geschliffen“, sagt Haida. Will heißen, 26/7 wird noch aufgepeppt, fehlende Teile wie ein Hocker und 18 Schütten aus Glas kommen aus anderen Wohnungen hinzu. Auch das Bad mit den alten Einbauschränken und der Kommode bleiben erhalten. Zur Siedlung gehören auch elf Dormitories, Heime mit je sechs Zimmern pro Flügel, Gemeinschaftsbad und -küche. Auch dort stehen Sanierungen an. Nicht erklären kann sich die Bima, warum sich dafür bislang keine Studenten interessiert haben. Derzeit sind dort 80 Flüchtlinge untergebracht.

Besonders stolz sind die Dünenfüchse auf den neuen Spielplatz mit Nestschaukel, Kletterhäuschen und Rutsche. Die Denkmalbehörde habe ursprünglich vorgeschlagen, Spielgeräte wie in den 50er Jahren aufzustellen. Könen ist froh, dass die Eltern diesen Retro-Charme abwenden konnten. Auch so ist es ein „wunderschöner Platz“, sagt er. Den Verein gibt es seit 2014. Er geht auf einen Zusammenschluss engagierter Bürger zurück. Vergessen sind nun die Zeiten, als die Mitglieder noch fürchteten, dass ihr Viertel verdichtet werden würde, und sich die Politiker darüber in den Gremien die Köpfe heißredeten.

Mehr Infos auf www.duenenfuechse.de

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