Fest im Haus der Geschichte: Ein Museumsmeilenfest im Zeichen des Fußballs

Fest im Haus der Geschichte : Ein Museumsmeilenfest im Zeichen des Fußballs

Im Haus der Geschichte lautete das Motto am Sonntag „Fußballland Deutschland“. Im Rahmen des Museumsmeilenfestes gab es viele Mitmachangebote wie das Basteln von Fan-Artikeln oder ein Kickerturnier.

Auch Fußball-Comedian Ben Redelings stimmte die Besucher auf die anstehende Weltmeisterschaft ein. Am Sonntag war der Fußball die Hauptattraktion im Haus der Geschichte. Elf Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland war die Begeisterung bei den Kleinen groß, sich mit selbstgebastelten Fan-Artikeln in den Deutschlandfarben einzudecken. Freundschaftsbänder, Halsketten und Ausmalbilder wurden unter der Anleitung von Museumsmitarbeiterinnen gefertigt und stolz den Eltern, Großeltern oder Freunden präsentiert.

Im Foyer standen mehrere Tischkicker bereit. Drei Turniere fanden über den Tag verteilt statt, acht Mannschaften konnten sich jeweils anmelden. Auch wenn der Großteil der Teilnehmer Kinder waren, hatten doch auch Eltern, Großeltern und vor allem junge Erwachsene Spaß an der Sache. Das erste Turnier gewann der neunjährige Julian mit seinem Papa André. Das Kickern hat Julian schon im Kindergarten gelernt. „Jetzt spiele ich nicht mehr so oft“, sagte er, gewann aber das Finalspiel gegen Gegner Markus 10 zu 5. Eine spezielle Strategie verfolgte der kleine Champion nicht: „Eigentlich gibt es da keine Tricks, ich spiele einfach nach Gefühl.“ Sein Preis war ein Buch von Fußball-Comedian Ben Redelings, der ebenfalls im Haus der Geschichte auftrat.

Redelings, der im Ruhrgebiet eine Institution im Fußball ist, beschränkte sein Programm auch am Sonntag auf 32 Minuten. Die ist eine Hommage an seine liebste Fußball-Anekdote: „Die 32-Minuten-Halbzeit von 1975, gepfiffen von Wolf-Dieter Ahlenfelder. Das ist ein Klassiker in der Fußballgeschichte, auch wenn die Geschichte damals wenig Aufmerksamkeit fand.“ Für seinen Auftritt im Haus der Geschichte habe er extra „Geschichten, die bleiben“ in sein Programm eingebaut. „Ich habe die Erinnerungskultur des Fußballs durchforstet und deshalb sind es dieses Mal vor allem Klassiker“, sagte der Comedian. Beim Quiz traten Schalke-Fan Martin und Werder-Fan Tobi gegeneinander an. Dass das berühmte Spätzle-Zitat „Die habe ich noch nicht probiert, aber im Allgemeinen mag ich Geflügel“ von Thorsten Legat war, wusste Tobi schon, bevor Redelings ausgesprochen hatte. Das Andi Möller 1992 „Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien“ gesagt haben soll, wusste Martin als erstes. Bei der Frage nach dem Urheber des Zitats „Lieber Herr Minister, außer dem angeborenen, rheinischen Dachschaden liegt keine nennenswerte Beschädigung vor“ mussten jedoch beide passen. Dass es Walter Eschweiler war, wusste eine Zuschauerin im Publikum. „Die Fragen zielen schon ein wenig auf Nerd-Wissen ab“, sagte Redelings im Anschluss. Er freute sich jedoch, dass auch Auch am Sonntag war der Eintritt zu den Museen wieder umsonst. Der Andrang auf das Haus der Geschichte ließe im Vergleich zu den 4000 Besuchern am Freitag nach, sagte ein Mitarbeiter. Insgesamt besuchten noch einmal zahlreiche Besucher zum Abschluss das Museumsmeilenfest.

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