Charity-Tour von Beuel in die Ukraine: Mit dem Twingo nach Tschernobyl

Charity-Tour von Beuel in die Ukraine : Mit dem Twingo nach Tschernobyl

Roland Scholz und Oliver Simon starten am Mittwoch mit ihrem Renault Twingo zu einer Charity-Tour in die Ukraine. Im Gepäck haben sie Geld für strahlengeschädigte Kinder und Jugendliche sowie Sachspenden.

Am Mittwoch geht es los: Dann starten Roland Scholz und Oliver Simon mit ihrem Renault Twingo auf eine rund 2000 Kilometer lange Reise. Ihr Ziel: Tschernobyl in der Ukraine. Ihre Mission: Spenden zum Familienhaus der Salesianer Don Boscos in Lemberg bringen und Strahlenopfer in der Stadt des Nuklearunglücks von 1986 finanziell unterstützen.

„Mit unserem Twingo-Team Tschernobyl unternehmen wir eine einwöchige Charity-Tour in die Ukraine und besuchen dabei den Ort der Reaktorkatastrophe sowie das Familienhaus, das von der Pfarreiengemeinschaft Bonn – Zwischen Rhein und Ennert‘ unterstützt wird“, berichtet Scholz. Bis zum vergangenen Samstag konnten Sachspenden abgegeben werden. Gebraucht wurden vor allem große Handtücher, Turnschuhe oder Sporthosen.

„Es ist unsere erste reine Charity-Tour, aber bereits die dritte Balkan-Tour“, erklärt Scholz. 2015 war Belgrad das Ziel. „Das war mein Junggesellenabschied. Das Übliche wollte ich nicht machen, wie eine Mallorca-Fahrt oder ähnliches. Wir haben uns dann entschlossen, in einer Woche verschiedene Länder anzuschauen“, sagt Scholz.

Zweite Balkan-Tour im letzten Jahr

Der Personaltrainer und sein Freund Oliver Simon sind quasi „Länderjäger“ – sie haben sogenannte Scratch-Maps, Weltkarten, auf denen man die Länder auskratzen kann, die man besucht hat. „Da kamen schon einige zusammen“, betont Scholz. Denn im vergangenen Jahr packte die beiden das Reisefieber erneut. Sie brachen auf zu ihrer zweiten Balkan-Tour. Mehr als 6000 Kilometer legten sie mit ihrem VW-Bus „Schraddel“ zurück. Sie bereisten 14 Länder in sieben Tagen.

„Ein gemeinsamer Freund unterstützt den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn und fragte uns, ob er unsere Tour für PR-Zwecke nutzen könne. Wir hatten natürlich nichts dagegen und so entstanden auch direkte Kontakte zu Leuten, die etwas spenden wollten, wenn wir die Tour mit unserem Auto schaffen“, sagt Scholz. Das spornte die beiden an, die dritte Balkan-Tour in diesem Jahr als eine reine Wohltätigkeitsfahrt zu starten.

500 Euro im Freundeskreis gesammelt

„Wir haben uns überlegt, nach Tschernobyl zu fahren und dort zwei Projekte zu unterstützen“, so Scholz. Der Personaltrainer im Sporttreff Beuel startete in seiner Freizeit eine Spendenaktion unter Freunden. „Dabei kamen Ende des vergangen Jahres rund 500 Euro zusammen.“ Unterstützen wollen die Freunde damit ein Heim für strahlengeschädigte Kinder und Jugendliche, „sowie ein Projekt für in die Strahlenzone zurückgekehrte alte Menschen, die vom staatlichen Fördersystem ausgeschlossen und dort von der Umwelt nahezu abgeschnitten überleben müssen“, so Scholz.

Außerdem bringen sie die Sachspenden aus Ramersdorf in die Ukraine. „Unser Auto ist ein echtes Raumwunder. Wir können darin entspannt fahren und auch schlafen“, berichtet Scholz.

Weitere Informationen gibt es auf Facebook.

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