Friedrich-List-Kolleg: Kostenloses Trinkwasser für 2500 Berufsschüler

Friedrich-List-Kolleg : Kostenloses Trinkwasser für 2500 Berufsschüler

„Wir haben herausgefunden, dass Schüler aus den unterschiedlichsten Gründen zu wenig trinken“, berichtete am Donnerstag Hermann Hohn, Leiter des Friedrich-List-Berufskollegs anlässlich der Einweihung der ersten Trinkwassersäule im Rahmen des weltweiten Projekts „Join the Pipe“.

. So kam die Idee auf, für kostenloses Wasser vor Ort zu sorgen – und gleichzeitig etwas Gutes zu tun“, so Hohn. „Glücklicherweise mussten wir bei unseren Sponsoren wenig Überzeugungsarbeit leisten“, freute sich auch Studienrat Atila Isikdogan, der gemeinsam mit der Schülervertretung (SV) das Projekt auf den Weg gebracht hatte. Rund 5000 Euro steuerten Sparkasse Köln-Bonn, BEK-Gesundheitskasse, Knauber und HUK-Coburg bei, um eine Zapfsäule auf dem Schulhof zu installieren, die ab sofort für die rund 2500 Schüler des Kollegs frei zugänglich ist. „ Kern des Projektes ist, dass zeitgleich mit unserer Zapfsäule eine solche in einem Dürregebiet Afrikas eröffnet wird. Diese wird mit den von uns gesammelten Mitteln finanziert“, erläuterte Hohn.

Partner für das nachhaltige Projekt ist die Non-Profit-Organisation „Join the Pipe“ aus den Niederlanden, die sich für das Trinken von Leitungswasser einsetzt und gleichzeitig dabei hilft, dass Entwicklungsländer sauberes Trinkwasser für ihre Einwohner vorhalten.

Außerdem will „Join the Pipe“ vermitteln, welche Umwelteffekte es gibt – von der Produktion von Flaschenwasser bis zu den Abfällen, die dabei entstehen. Mit dem Verkauf der Wasserzapfsäulen und nachfüllbaren Trinkwasserflaschen werden dann die Projekte in Afrika unterstützt. Rund 500 Trinkwasserflaschen erhielten fürs Erste die Schüler des Friedrich-List-Berufskollegs, die gleich fleißig ihre Flaschen abfüllten. „Das kostet jetzt nichts mehr“, animierte Hermann Hohn seine Schüler, Gebrauch zu machen von dem neuen Service. Bisher wurden auf öffentlichen Plätzen in den Niederlanden rund 450 Wasserzapfsäulen installiert.

Diese Säulen wurden entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Wasserbetrieben. Sie entsprechen den höchsten Qualitätsanforderungen, sind quasi immun gegen Vandalismus, und können zwölf Monate pro Jahr, also auch bei Frost, benutzt werden. Zu jeder Wasserzapfsäule, die „Join the Pipe“ installiert, gehört ein Wasserprojekt in einem Entwicklungsland.

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