Wetter-Rekord: Bonn erlebte den wärmsten Mai aller Zeiten

Wetter-Rekord : Bonn erlebte den wärmsten Mai aller Zeiten

Nach dem April geht auch der Mai mit einem Mittel von 17,5 Grad in die Bonner Wetterhistorie ein. Bei den Niederschlägen landete der Mai 2018 auf Platz 76 in der 170-jährigen Regenhistorie der Stadt.

Der Mai 2018 war in Bonn der wärmste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1895. Das zeigt der Blick auf die aktuellen Daten der Wetterstation Endenich der Uni Bonn und die Daten aus der Wetterhistorie. Damit konnten in Bonn zwei Rekordmonate in Folge beobachtet werden - ein noch nie da gewesenes Ereignis. Auch der April war der wärmste April seit 1895. Der Mai belegt mit einer Durchschnittstemperatur von 17,5 Grad den Spitzenplatz und verwies den Mai 2008 (17,1 Grad) auf den zweiten Platz. Die vier wärmsten Maimonate seit 1895 wurden alle in diesem Jahrtausend registriert. Den kühlsten Mai erlebte Bonn 1941 mit 9,7 Grad.

Man kann schon fast sagen, Maifröste gehören der Vergangenheit an. Den letzten gab es am 3. Mai 1960. Auch der diesjährige Mai hatte einen Kaltlufteinbruch: Noch vor den Eisheiligen sank am 2. Mai die Temperatur auf 2,7 Grad. Die höchste Temperatur wurde mit 30,4 Grad am 28. gemessen.

Bei den Niederschlägen landete der Mai auf Platz 76 in der 170-jährigen Regenhistorie der Stadt. Es fielen 58 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Verglichen mit dem langjährigen Mittel waren das neun Liter weniger als normal. Am 13. Mai fielen 29 Liter pro Quadratmeter - ein neuer Jahresrekord.

Aufgrund der Niederschlagsverteilung hatte die Sonne sehr gute Chancen. Insgesamt schien sie 292 Stunden, 106 Stunden mehr als im langjährigen Mittel. Das ist Platz drei in der 50-jährigen Sonnenhistorie. Nur an einem Tag versteckte sie sich 24 Stunden. Der Vorjahresmai war um 0,9 Grad kühler. Nur die Höchsttemperatur war mit 35,1 Grad deutlich höher.

Der Frühling 2018

Der Frühling insgesamt war mit 12,7 Grad um 2,4 Grad wärmer als im Mittel der letzten 123 Jahre. Er belegt in der Bonner Wetterhistorie den dritten Platz. 20 Sommertage mit einem Spitzenwert von 30,4 Grad wurden registriert; den letzten Frost gab es am 21. März. Der Frühling 2017 war um 0,5 Grad kühler. Die meisten Frühlinge dieses Jahrtausends knackten die Zehn-Grad-Marke. Nur der März war zu kühl und senkte das Mittel.

Insgesamt regnete es 171 Liter pro Quadratmeter an 43 Tagen, das sind 28 Liter über dem 170-jährigem Mittel. Es gab drei Starkregentage, wobei der 13. Mai den Vogel abschoss und mehr als 29 Liter an einem Tag brachte. Alle drei Monate übertrafen ihr Sonnenscheinsoll, insgesamt schien die Sonne 598 Stunden. Im Vorjahr schien sie 34 Stunden kürzer.

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