Blütenstaub intensiver als sonst: Das hilft gegen den gelben Staub in Bonn und der Region

Blütenstaub intensiver als sonst : Das hilft gegen den gelben Staub in Bonn und der Region

Seit Wochen werden Bonn und die Region von einer gelben Blütenschicht überzogen. Überall setzt sich der feine Staub fest, gegen den nur eine einzige Sache ankommen kann: das Wetter.

Seit Wochen prägt er das Bild in Bonn und der Region: gelber Blütenstaub auf Autos, auf Fahrrädern, auf dem Bürgersteig und an Fensterscheiben. Pollenflug im Frühling ist nicht ungewöhnlich. Doch die Intensität der Blüten fällt in diesem Jahr stärker aus als üblich.

Hat sich der feine Staub einmal festgesetzt, ist er nur schwer wieder zu entfernen. Wer kein Risiko scheut und sein Auto trotzdem putzt, braucht bloß wenige Minuten zu warten, bis das Gefährt erneut von einer gelben Schicht überzogen ist. Denn ein dauerhaftes Mittel gegen die Staubschicht kann nur eines bringen: ein Regenguss.

Wie Matthias Habel von "Wetter Online" betont, ist mit einem ersten Schauer frühestens am Donnerstag, 9. Mai, zu rechnen. Doch bereits am Freitag und Samstag soll es zunächst wieder sonnig werden, mit Temperaturen um die 25 Grad. Erst der Sonntag bringt erneut Gewitter. Spätestens dann wird sich die gelbe Pracht also wie von selbst verabschieden.

Wer bis dahin zumindest Wohnung und Haus gegen den Blütenstaub schützen möchte, für den gibt es keinen wirksamen Geheimtipp. "Da hilft nichts", sagt Habel. Denn die Pollen können nur dann draußen gehalten werden, wenn die Fenster zu jeder Zeit geschlossen sind. "Und das ist bei dem Wetter wohl nicht die beste Idee", ergänzt der Wetterexperte. Lüften sei bei diesen Temperaturen nun mal unvermeidbar - und damit auch der Blütenstaub im Wohnzimmer.

Verantwortlich für die Blütenschicht ist in diesem Jahr übrigens vor allem die Fichte, wie Habel erklärt: "Die Bäume befinden sich momentan in einem sogenannten Mastjahr, das heißt, sie stecken besonders viel Energie in ihre Zapfen und Blütenstände". Dies führe zu einer erhöhten Pollenzahl. Gleichzeitig waren der Februar und März kühle Monate. Um ihren eigenen Bestand zu sichern, produzierte die Fichte zu dieser Zeit besonders viele Blüten, die schließlich während der unerwartet sommerlichen Temperaturen im April ihre volle Pracht entfalteten.

Gefährlich für Allergiker ist der Blütenstaub der Fichte indessen nur bedingt. Ab Mitte Mai blühen allerdings die ersten Gräser, auf die viele Menschen besonders allergisch reagieren. Dann wird die Heuschnupfensaison wohl endgültig beginnen.