Wetter in Bonn: Rekordverdächtige Hitze und tropische Nächte

Hitzewelle in Bonn und der Region : Bis zu 36 Grad am Wochenende in Bonn

Während die Temperaturen sich am Donnerstag und Freitag etwas abkühlen, droht am Wochenende extreme Hitze. Wetterdienste erwarten bis zu 36 Grad in Bonn am Sonntag.

Die Hitzewelle bringt weiter kaum Abkühlung in Nordrhein-Westfalen. Auch in den kommenden Tagen bleibe es sommerlich und heiß, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Donnerstag. Zwar sorge etwas kühlere Luft aus dem Nordwesten für Temperaturen knapp unter 30 Grad an Donnerstag und Freitag. „Am Wochenende ziehen die Temperaturen dann aber wieder an.“ Am Sonntag seien Werte von knapp über 36 Grad möglich, so der Meteorologe.

Am Freitag zeigen sich am Morgen noch einige Wolken, dann wird sich die Sonne durchsetzen, so der DWD. Die Temperaturen steigen auf bis zu 25 Grad in Ostwestfalen und 29 Grad im Rheinland. Auch am Samstag bleibt es sonnig und trocken bei bis zu 35 Grad in NRW. Erst 2018 hatte Bonn mit 39,1 Grad einen neuen Hitzerekord erreicht. Es war die zweithöchste je in Bonn gemessene Temperatur seit 1895, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen.

In weiten Teilen der Region steigt dabei die Waldbrandgefahr auf die dritte Stufe. Waldbrände in der Region sorgen für Feuerwehreinsätze

Hitzetage und tropische Nächte im Rheinland

Etwas Abkühlung kann trotzdem nicht schaden. Statistisch gesehen ist es im Hochsommer morgens früh um 4 Uhr zwar am kühlsten. Nur sinken die Temperaturen in den nächsten Tagen voraussichtlich kaum einmal unter die 20-Grad-Marke. Die Meteorologen sprechen in diesem Fall von „tropischen“ Nächten. Im Grunde beibt dann nur noch die Flucht aufs Land. Denn während in Randbereichen wie Röttgen, Ückesdorf oder dem Süden von Ippendorf kalte Luft von den Hängen und aus den Seitentälern des Kottenforstes die aufgeheizten Stadtteile erfrischt, staut sich die Hitze etwa in Neu-Tannenbusch, Duisdorf, Beuel, Bad Godesberg und in der Innenstadt wie in einem Glutofen.

Dieser sogenannte „Wärmeinseleffekt“ hat in Bonn und der Region mitunter Temperaturunterschiede von 5 bis 10 Grad zur Folge, erklärt Habel. Allein im Hofgarten werde es am Dienstagabend gefühlt wahrscheinlich 3 bis 4 Grad kühler sein, als auf dem Münsterplatz.

Was tun bei Hitze?

Reihen sich mehrere Hitzetage und Tropennächte aneinander, ist die Belastung für den menschlichen Körper extrem – vor allem Kleinkinder, ältere Menschen und gesundheitlich beeinträchtigte Personen sind gefährdet. „Wer kann, sollte raus aus der Stadt,“ empfiehlt Habel. Im Siebengebirge, Kottenforst oder am Rheinufer sei die Wärme deutlich erträglicher.

Die Stadt Bonn empfiehlt, Aktivitäten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken und körperliche Anstrengung – auch Sport – zu vermeiden. Wer kann, soll sich zudem möglichst im Schatten oder möglichst kühlen Räumen aufhalten, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und alkoholische, sowie sehr kalte Getränke meiden. Räume sollten nach Möglichkeit tagsüber mit Rollläden und Vorhängen abgedunkelt werden.

Aktuelle Informationen zum Wetter gibt es auf www.ga-bonn.de/wetter, Tipps zum richtigen Umgang mit Hitze finden sie hier. (mit Inhalten von dpa)