1. Sport
  2. Regio-Sport

Buschhovener fühlen sich verpfiffen: Pfiff der Schiedsrichter für seinen alten Verein?

Buschhovener fühlen sich verpfiffen : Pfiff der Schiedsrichter für seinen alten Verein?

Kurz vor Ende des Spiels führte B-Kreisligist SV Hertha Buschhoven noch beim 1. FC Ringsdorff-Godesberg. Dann kam die Nachspielzeit und die Erkenntnis, wer als Schiedsrichter auf dem Platz stand.

Das Auswärtsspiel beim 1. FC Ringsdorff-Godesberg werden Verantwortliche und Spieler des Fußball-B-Kreisligisten SV Hertha Buschhoven wohl nicht so schnell vergessen. Am 13. November führten die Buschhovener kurz vor dem Spielende mit 2:1, kassierten jedoch noch zwei Tore und verließen den Platz letztlich als Verlierer. Allerdings hat die Begegnung nun ein Nachspiel vor der Kreisspruchkammer, da die Herthaner Einspruch eingelegt haben.

Grund dafür ist die aktuelle oder ehemalige Vereinszugehörigkeit des Schiedsrichters. Dieser wird bei fupa.net ebenso wie im offiziellen Terminkalender des Bonner Kreises mit Stand vom 1. August als Referee des 1. FC Ringsdorff-Godesberg gelistet. "Uns ist das erst nach dem Spiel durch Zufall aufgefallen", sagt Marcel Neffgen, Obmann der Buschhovener.

Manfred Harder, Vorsitzender des Bonner Schiedsrichterausschusses, verweist jedoch auf einen Vereinswechsel des betreffenden Schiedsrichters: "Mittlerweile pfeift er für den FC Blau-Weiß Friesdorf, was so in einer älteren Version des Terminkalenders noch nicht steht. Ich will jedoch nicht bestreiten, dass die Ansetzung für diese Partie unglücklich war." Wegen des bevorstehenden Verfahrens wollte sich Harder nicht weiter zu dem Fall äußern.

Für Ärger sorgten bei den Gästen darüber hinaus die beiden Last-Minute-Tore der Godesberger: Laut eines von Buschhovener Seite geführten Livetickers fielen diese jeweils in der 96. Minute, während der Schiedsrichter im Spielbericht auf fussball.de bei beiden Treffern die 90. Minute notierte. Auch das erste Tor der Hausherren in der ersten Hälfte hatte Buschhovener Proteste zur Folge, da ein Spieler nach Meinung der Gäste unmittelbar vor dem Treffer den Ball mit der Hand gespielt haben soll.

Wann es in diesem Fall zu einer Verhandlung vor der Spruchkammer kommen wird, ist derzeit noch unklar.