Trotz Problemen im Angriff: Kölner Haie feiern deutlichen Erfolg gegen Ingolstadt

Trotz Problemen im Angriff : Kölner Haie feiern deutlichen Erfolg gegen Ingolstadt

Die Probleme des Kölner Angriffs traten zunächst nämlich auch gegen Ingolstadt zutage. Dann siegte die Mannschaft von Peter Draisaitl jedoch deutlich mit 5:2 gegen Ingolstadt.

Die Sache hatte geklappt. Gerade noch rechtzeitig vor der ersten Partie des neuen Jahres war bei den Kölner Haien die Spielberechtigung für Rok Ticar eingetroffen. Der an Silvester unter Vertrag genommene Mittelstürmer durfte deshalb bereits am Mittwochabend im Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt sein Comeback im KEC-Trikot geben. Der Einstand verlief nach Maß: Die Mannschaft von Trainer Peter Draisaitl fuhr durch einen am Ende deutlichen 5:2 (0:0, 2:2, 3:0)-Erfolg gegen einen Konkurrenten im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation in der Deutschen Eishockey Liga wichtige Zähler ein – und Ticar steuerte gleich sein erstes Tor bei.

Draisaitl hatte den slowenischen Nationalspieler für den Anfang in die dritte Angriffsreihe zwischen Sebastian Uvira und Lucas Dumont gestellt. Lange wird sich Ticar dort wohl nicht aufhalten. Schließlich wurde der Center nach vierjährigem Gastspiel in der russischen Kontinentalliga KHL nach Köln zurückgeholt, um der häufig zahnlosen Offensive der Haie mehr Biss zu verleihen. Ein baldiger Platz im oberen Lineup ist für Ticar wahrscheinlicher.

Die Probleme des Kölner Angriffs traten zunächst nämlich auch gegen Ingolstadt zutage. Die Hausherren begannen sehr schleppend, im ersten Drittel langte es für sie lediglich zu einer guten Möglichkeit. Nach einer flotten Kombination über Jason Akeson und Colby Genoway bekam Frederik Tiffels die Scheibe vor ERC-Goalie Timo Pielmeier allerdings nicht unter Kontrolle und lenkte sie mit der Kufe gegen den Außenpfosten. Ingolstadt hinterließ in der Anfangsphase den etwas aktiveren Eindruck, wirklich Zwingendes blieb allerdings auch auf Seiten der Bayern rar.

Kölner drängten auf schnelles Tor

Also musste Rok Ticar her, um den Haien ein Erfolgserlebnis zu verschaffen. Nachdem Pielmeier einen Distanzschuss von Corey Potter nach vorne hatte abprallen lassen, stand der 29-Jährige genau dort, wo ein Mittelstürmer mit Torinstinkt steht, und hob das Spielgerät über den Ingolstädter Schlussmann hinweg zur Führung ins Netz (23.). Das Spiel nahm nun endlich Fahrt auf. Die Kölner drängten auf ein schnelles zweites Tor, mussten in ihre Druckphase hinein jedoch das 1:1 hinnehmen. Darin Olver lenkte einen Fernschuss von Maurice Edwards unhaltbar für Gustaf Wesslau im Kölner Tor zum Ausgleich ab.

Im ersten eigenen Powerplay gelang Draisaitls Team die abermalige Führung. Auf der Uhr waren erst sechs Sekunden heruntergetickt, als Alexander Oblinger einen von Ben Hanowski abgefeuerten Schuss entscheidend abfälschte (31.). Kurz vor Ende des zweiten Drittels durfte der KEC erneut in Überzahl ran. Doch anstatt sich abzusetzen, setzte es die Höchststrafe. Ein Klärungsversuch von Wesslau landete am Helm von Jerry D’Amigo, von wo die Scheibe als kuriose Bogenlampe ins Kölner Gehäuse flog (39.).

Die dritte Führung an diesem Abend sollten die Gastgeber schließlich nicht mehr aus der Hand geben: Nachdem Sebastian Uvira, sehenswert freigespielt von Kai Hospelt, aus kurzer Distanz das 3:2 erzielt hatte (47.), beendete Lucas Dumont seine persönliche Durststrecke durch ein Rückhandtor, das gleichzeitig die Entscheidung bedeutete (56.). 47 Sekunden vor der Schlusssirene legte Alexander Oblinger sogar noch ein Emty Net Goal zum Endstand nach.

Köln: Wesslau; Ellis, Sulzer; Madaisky, D. Tiffels; Zerressen, Potter; F. Tiffels, Genoway, Akeson; Hanowski, Pfohl, Jones; Uvira, Ticar, Dumont; Oblinger, Hospelt, Köhler. – SR.: Kohlmüller/Rantala. – Zuschauer: 9387. – Tore: 1:0 Ticar (22:09/Potter, Uvira), 1:1 Olver (27:03), 2:1 Oblinger (30:54/Hanowski, Sulzer/PP1), 2:2 D’Amigo (38:12/SHD) 3:2 Uvira (46:46/Hospelt, Ellis), 4:2 Dumont (55:25), 5:2 Oblinger (59:18/Uvira, Sulzer/ENG). – Strafminuten: Köln 6; Ingolstadt 12.

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