Heimniederlage: Kölner Haie verlieren gegen Adler Mannheim

Heimniederlage : Kölner Haie verlieren gegen Adler Mannheim

Die Kölner Haie haben mit 1:5 gegen die Adler Mannheim in der Lanxess Arena in Köln verloren. Damit kassierten die Haie die dritte klare Niederlage in Folge.

Vor einer Woche hatten sich die Kölner Haie ein Ziel gesetzt. Nach fünf Siegen in Folge und der Eroberung von Tabellenplatz fünf in der Deutschen Eishockey Liga wollte das Team von Trainer Peter Draisaitl die Top-4-Teams attackieren. Eine echte Herausforderung, denn die Gegner lauteten München, Berlin und Mannheim – also Meister, Vizemeister und aktueller Spitzenreiter. Auch die Bilanz des KEC gegen das Spitzenquartett Mannheim, Düsseldorf, München und Augsburg ließ nichts Gutes erwarten, zumal die Kölner weiter auf fünf verletzte Stammspieler verzichten müssen. So kam es, wie es kommen musste. Die Haie-Attacke blieb im Ansatz stecken. Nach den beiden 2:5-Pleiten in München und gegen Berlin gab es am Dienstagabend beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen die Adler Mannheim vor nur 8256 Zuschauern in der Lanxess Arena die dritte klare Niederlage in Folge und ganz viel Ernüchterung für die Gastgeber.

Nach dem eher mäßigen Auftritt am Sonntag gegen die Eisbären versuchten die Haie von Beginn an mutig nach vorne zu gehen. Eine erste gute Chance für Alexander Oblinger (1.) sollte das Signal setzen. Doch die Mannheimer schauten sich das alles kurz an und stellten die Ampel humurlos auf Rot. Nach einem Scheibenverlust des KEC im eigenen Drittel kombinierten die Adler Garrett Festerling frei, der trocken zum 0:1 traf (2.). Ein Ablauf, der das Muster für diesen Abend vorgab. Die Haie mühten sich nach Kräften, liefen viel und hatten mehr Scheibenbesitz. Die Abschlüsse von Oblinger (4.), Dominik Tiffels (4.) und Felix Schütz (5.) waren aber nicht zwingend genug.

Auch in ihren drei Überzahlspielen, darunter auch 16 Sekunden mit zwei Mann mehr, blieben die Hausherren zu harmlos. Wie es gemacht wird, zeigte der Spitzenreiter. Defensiv konzentriert und dann mit zwei, drei schnellen Pässen Zug zum gegnerischen Tor entwickeln. Die Handschrift von Neu-Trainer Pavel Gross ist unverkennbar. Nachdem Chad Kolarik (16.) und David Wolf (17.) noch knapp daneben lagen, knallte Markus Eisenschmid den Puck in Überzahl zum 0:2 (20.) unter die Latte. Zwei Tore zu richtigen Zeitpunkten erstickten die .

Haie brauchten ein Wunder

Natürlich nutzen die Kölner die erste Pause, um neuen Mut zu schöpfen. Fabio Pfohl (22.) und Sebastian Uvira (23.) fanden bei besten Möglichkeiten aber keinen Weg an Adler-Goalie Dennis Endras vorbei. Und das Muster wiederholte sich. Als die Mannheimer ihren ersten gefährlichen Angriff starteten, lag die Scheibe plötzlich frei von Ben Smith, der zum 0:3 einschob (25.) und die Motivation der Haie eiskalt killte. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe sich die Kölner von der brutalen Effizienz ihrer Gäste etwas erholt hatten. Uvira (35.), Frederik Tiffels (37.) und Ryan Jones (38.) hatten die nächsten guten Chancen, die Kölner Null stand aber auch nach 40 Minuten.

Die Haie brauchten ein Wunder und bekamen nach einem Pfostenschuss von Denis Reul (41.) das nächste Gegentor. Phil Hungerecker traf in Überzahl zum 0:4 (42.). Für den KEC war es der sechste Gegentreffer in Unterzahl in den jüngsten drei Partien. Es ehrte die Kölner, dass sie Moral bewiesen und in Überzahl durch das neunte Saisontor von Felix Schütz zum 1:4 kamen (46.). Am Sieger endete der Treffer nichts, zumal Mannheim durch Chad Kolarik (53.) nachlegte. Damit hat Kölns Torwart Gustaf Wesslau in zwei Spielen zehn Mal hinter sich greifen müssen. Eine untypische Quote für den Schweden und ein deutliches Zeichen dafür, dass das Ziel der Haie von vor einer Woche zu hoch gesteckt war.

Köln: Wesslau; Potter, Gnyp; D. Tiffels, Madiasky; Ellis, Zerressen; Oblinger, Genoway, Jones; Schütz, Pfohl, F. Tiffels; Akeson, Zalewski, Uvira; Dumont, Hospelt, Köhler. – SR.: Kopitz/Schrader. – Zuschauer: 8256. – Tore: 0:1 Festerling (1:50), 0:2 Eisenschmid (19:22/PP1), 0:3 Smith (24:28), 0:4 Hungerecker (41:29/PP1), 1:4 Schütz (45:14/Pfohl, F. Tiffels, PP1), 1:5 Kolarik (52:21). – Strafminuten: Köln 10; Mannheim 10.

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