DEL: Haie kassieren deftige Pleite in Ingolstadt

DEL : Haie kassieren deftige Pleite in Ingolstadt

Die Kölner Haie haben am Freitagabend beim ERC Ingolstadt mit 0:6 verloren. Ein großer Rückschlag im Kampf um den Anschluss an die Tabellenspitze.

Sechs Mal hatten die Kölner Haie bis zu ihrem Auftritt beim ERC Ingolstadt in der Saison 2018/19 der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als Verlierer das Eis verlassen. Fünf dieser Niederlagen fielen mit nur einem Tor Unterschied knapp und unglücklich aus, beim 2:4 gegen Mannheim resultierte das letzte Gegentor aus einem „Empty Net Goal“. Die Haie waren also immer dicht dran. Das änderte sich am Freitagabend deftig.

Das 0:6 (0:3, 0:0, 0:3) beim Tabellendritten markierte die höchste Saisonpleite und warf das Team von Trainer Peter Draisaitl vor dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag (19 Uhr/Telekom Sport) in Augsburg im Bestreben den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten wieder heftig zurück.

Der KEC war mit der Empfehlung nach Ingolstadt gereist, mit 26 Gegentreffern in zwölf Partien die beste Defensive der Liga zu besitzen. Eine Auszeichnung, die die Gäste schon nach nur 17 Minuten los waren. Nach ausgeglichenem Beginn und einer guten Kölner Möglichkeit für Mike Zalewski (2.) gingen die Ingolstädter in ihrer ersten druckvolleren Phase gleich in Führung. Der pfeilschnelle Tyler Kellerher ließ die viel zu passiven Zalewski und Morgan Ellis im Slot einfach stehen, kurvte mit Tempo um das Haie-Tor und bediente Ryan Garbutt, der KEC-Torwart Gustaf Wesslau im kurzen Eck überwand (10.). Als die Kölner sich dann gerade wieder etwas gesammelt hatten, schlugen die Schanzer innerhalb von nur 17 Sekunden doppelt zu. Erst verwertete Mike Collins einen Abpraller, dann überlistete Darin Olver Wesslau (beide 17.). Ingolstadt hatte sieben Mal aufs Tor geschossen und effizient drei Mal getroffen. Bei den Haien stand dagegen bei sieben Versuchen die Null. „Wir sind zu wenig gelaufen und haben zu viele Zweikämpfe verloren“, analysierte KEC-Kapitän Moritz Müller das erste Drittel ernüchtert.

Nach der ersten Pause fand das Draisaitl-Team zwar besser in Spiel, aber keinen Weg durch die starke Defensive der Hausherren, die zu diesem Zeitpunkt den Titel der besten DEL-Abwehr übernommen hatte. Die Kölner ließen zudem zwei Überzahlspiele liegen (21./32.). Ingolstadt hatte in Unterzahl sogar die beste Möglichkeit im zweiten Drittel. Brett Olson scheiterte mit seinem Solo an Gustaf Wesslau (33.). Weil die Haie danach selber zwei Strafen zogen, blieb der ERC spieleübergreifend auch im sechsten Drittel in Folge ohne Gegentor. Das siebte sollte folgen, denn die Kölner bissen sich in Person von Austin Madaisky (43.) und Jason Akeson (44.) auch im dritten Powerplay die Zähne an Panther-Keeper Jochen Reimer aus. Danach wurde es bitter für die Haie. Thomas Greilinger (49.), Garbutt und Laurin Braun (beide 53.) nach Fehlpass von Corey Potter machten das halbe Dutzend voll. Für die Ingolstädter war es der sechste Sieg im siebten Heimspiel und in der direkten Bilanz gegen den KEC liegen sie nun mit 45:44-Siegen erstmals vorne.

Köln: Wesslau; Ellis, Müller; Sulzer, Viklund ; Potter, Zerressen; Tiffels; Akeson, Schütz, Hanowski; Genoway, Zalewski, Jones; Pinizzotto, Hospelt, Uvira; Dumont, Oblinger, Madaisky. – SR.: Kopitz/Piechaczek . – Zuschauer: 3608. – Tore: 1:0 Garbutt (9:25), 2:0 Collins (16:40), 3:0 Olver (16:57), 4:0 Greilinger (48:35/PP1), 5:0 Garbutt (52:18), 6:0 Braun (52:47). – Strafminuten: Ingolstadt 6; Köln 8.

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