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Football-Playoffs: Das sind die Viertelfinalspiele in der NFL

Football-Playoffs : Das sind die Viertelfinalspiele in der NFL

Nach dem Aus der New England Patriots streiten acht Teams im Playoff-Viertelfinale der NFL um deren Nachfolge. San Francisco und Baltimore gelten als Favoriten auf den Einzug in den Super Bowl.

Für die Fans in den USA ist es das beste Football-Wochenende der Saison. Auf dem Weg zum Super Bowl in Miami stehen in der US-Profiliga NFL am Samstag und Sonntag die Playoff-Viertelfinale auf dem Programm (alle Spiele live auf Pro Sieben und Dazn) – vier Spiele an zwei Tagen mit den besten acht Mannschaften der Liga. Als Kirsche auf der Torte kommt am Montag auch noch das Finale der College-Liga hinzu.

Doch zunächst dürfen die Profis ran. Und da bietet sich den Zuschauern ein ungewöhnliches Bild: Vorjahres-Champion New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady ist im Viertelfinale nicht dabei. Zum ersten Mal seit zehn Jahren. Und es gibt ein Novum in der Ligageschichte. Noch nie standen vier Mannschaften im Viertelfinale, die von einem schwarzen Quarterback angeführt wurden. Das haben nun Lamar Jackson (Baltimore Ravens), Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs), Deshaun Watson (Houston Texans) und Russell Wilson (Seattle Seahawks) geschafft.

Schwarze Quarterbacks hatten lange mit rassistisch geprägten Vorurteilen zu kämpfen. Das am meisten verbreitete: Schwarze können ihren Körper einsetzen, nicht ihren Kopf. Selbst dem nun überragenden Jackson wurde von Experten geraten, sich doch lieber als Passempfänger in der NFL zu versuchen. Der 23-Jährige antwortete mit einer Hauptrunde, an deren Ende er wahrscheinlich zum wertvollsten Spieler der regulären Saison (MVP) ausgezeichnet wird.

San Francisco 49ers - Minnesota Vikings (Samstag, 22.35 Uhr):

Gleich zum Start könnte das spannendste Spiel des Wochenendes auf die Fans warten. Mit einer Top-Defensive haben sich die San Francisco 49ers überraschend zu einer der besten Mannschaften der NFL gemausert. Im Vorjahr hatte das Team von der Westküste nur vier Spiele gewonnen. Doch nun trug die Abwehr die 49ers über weite Teile der Saison von Sieg zu Sieg, sodass am Ende 13 Erfolge zu Buche standen. Und nachdem auch die Offensive, angeführt von ihrem strategisch genialen Trainer Kyle Shanahan und Quarterback Jimmy Garoppolo, ihren Rhythmus gefunden hat, gelten die 49ers zu den heißesten Anwärtern auf den Super Bowl. Zumal die Mannschaft in der ersten Playoff-Runde ein Freilos und so Zeit hatte, auszuruhen und Verletzungen diverser Spieler auszukurieren.

Allerdings kommt mit Minnesota ein gefährliches Team nach San Francisco. Die Wikinger warfen die hoch gehandelten New Orleans Saints aus den Playoffs und sorgten damit für die größte Überraschung der ersten Runde. Dabei räumte Vikings-Quarterback Kirk Cousins auch gleich noch mit dem Vorurteil auf, er könne in wichtigen Spielen nicht gewinnen. Der Sieger der Partie darf sich jedenfalls große Hoffnungen machen, auch am 2. Februar in Miami auf dem Feld zu stehen – im Super Bowl.

Baltimore Ravens – Tennessee Titans (Sonntag, 2.15 Uhr):

Spielmacher Lamar Jackson hat die Baltimore Ravens zur besten Bilanz ihrer NFL-Geschichte geführt. Der 23-Jährige verkörpert den modernen Quarterback: herausragend, was Spielverständnis und Pässe angeht, aber auch mit einem ausgezeichneten Laufspiel gesegnet. Jackson warf 36 Touchdowns und erlief selbst sieben weitere. Mit 1206 erlaufenen Yards hat er zudem einen neuen Ligarekord für Quarterbacks aufgestellt. Kein Wunder also, dass die Chancen der Tennessee Titans eng mit der Frage verknüpft sind, inwieweit sie Jacksons Einfluss auf die Partie eindämmen können. Doch der Außenseiter bewies bereits in der Vorwoche gegen die New England Patriots, dass er immer für eine Überraschung gut ist.

Kansas City Chiefs - Houston Texans (Sonntag, 21.05 Uhr):

Alles andere als ein Heimsieg für die Kansas City Chiefs wäre eine Überraschung. Das Team bietet mit Quarterback Patrick Mahomes den MVP der vergangenen Saison auf. Auch die Chiefs hatten wegen ihres Freiloses eine Woche Zeit, um sich auszuruhen und auf die Begegnung mit den Texans vorzubereiten. Mit ihrem explosiven Angriff sollte das Heimteam in der Lage sein, Houston in Schach zu. Bei den Gästen ruhen die Hoffnungen ebenfalls auf dem Spielmacher: Deshaun Watson muss einen super Tag erwischen, um seine Farben in der Begegnung zu halten. Und auf der Tatsache, dass die Texans die Chiefs am 6. Spieltag schon einmal mit 32:24 schlagen konnten.

Green Bay Packers - Seattle Seahawks (Montag, 0.40 Uhr):

Die Green Bay Packers haben mit ihrem neuen Trainer Matt LaFleur eine eher unauffällige Saison gespielt. 13 Siege bei nur drei Niederlagen unterstreichen aber die Stärke der Gastgeber. Zudem sprechen die angekündigten eisigen Temperaturen in Wisconsin für das Heimteam. Derweil treten die Seahawks nach zahlreichen Verletzungen mit dem letzten Aufgebot in Green Bay an, die Personalmisere bei den Gästen ist so schlimm, dass sie vergangene Woche sogar ihren ehemaligen Running Back Marshawn Lynch aus dem Ruhestand zurückholten.