Spielplatz in Pech: Politiker geben 250.000 Euro für Spielplatz frei

Spielplatz in Pech : Politiker geben 250.000 Euro für Spielplatz frei

Jetzt steht fest: Für 250 000 Euro soll der Pecher Spielplatz saniert werden, neue Spielgeräte und ein Basketballfeld inklusive. Ein von der Verwaltung vorgelegtes teureres Gesamtpaket konnte sich in den Ausschüssen nicht durchsetzen.

Eineinhalb Stunden haben sich die Mitglieder des Infrastrukturausschusses am Dienstagabend mit dem Thema Spielplatz Pech beschäftigt. Und wer geglaubt hatte, damit seien alle Fragen aus dem Weg geräumt, sah sich am Mittwochabend eines Besseren belehrt: Auch der Finanzausschuss diskutierte noch einmal gut eine Stunde. Nun aber steht fest: Für 250 000 Euro soll der Spielplatz saniert werden, neue Spielgeräte und ein Basketballfeld inklusive. Bleiben 25 000 Euro, die für Planung und Umsetzung der weiteren Fläche zur Verfügung stehen. Der Idee, einen Skatepark auf dem Areal zu installieren, erteilte die Mehrheit der Politiker vorerst eine Absage.

Teurer soll es auf mehrheitlichen Wunsch der Gremien nicht werden – obwohl die Verwaltung darauf hingewiesen hatte, dass sie 70 000 Euro mehr benötige, um das Areal komplett zu sanieren und weitere Parkplätze zu schaffen. Auf den Betrag muss sie aber, so wie es aussieht, verzichten. Zwar sind die 70 000 Euro in den Haushalt eingestellt, aber mit einem so genannten Sperrvermerk versehen. Soll heißen, dass sie nicht angerührt werden dürfen, wenn die Politik sie nicht freigibt. Und dies wollen vor allem CDU und FDP nicht. „Wir schwimmen nicht im Geld und haben mit 180 000 Euro für den Spielplatz angefangen“, erinnerte Helga Frohberg (FDP). Und Franz-Josef Jäger (CDU) betonte: „Wir setzen als Finanzausschuss den Rahmen, damit muss ein Planer leben.“

Von den Grünen hieß es, das Basketballfeld müsse größer werden, um wirklich attraktiv für Jugendliche zu sein. Ansonsten hätten sie auch die Komplettplanung begrüßt – genau wie die SPD. CDU und Unser Wachtberg hielten einen zweiten Basketballkorb für sinnvoll. Und stellten die geplante Skaterampe generell infrage – unter anderem mit Blick auf die zu erwartende Lärmbelästigung für die Anwohner. Außerdem seien die Jugendlichen heutzutage mobil. So könnten sie in die Rheinaue fahren, wo es eine attraktive Anlage gebe. Wolle man allerdings einen Skatepark auf Wachtberger Grund und Boden zur Verfügung stellen, sei man für zentralere Standorte als Pech, wie am Einkaufszentrum in Berkum, so der Vorschlag.

Die Elterninitiative, die sich mit dem Thema Spielplatz seit 2017 intensiv auseinandergesetzt hatte, sieht ihr Ziel zu 85 Prozent erreicht. Das sagte Sabina Lennarz auf GA-Anfrage. Man sei froh, dass dieses Jahr etwas passiere. „Für uns ist allerdings nicht nachvollziehbar, warum man hier Geld sparen will“, meinte die Pecherin. Es gebe keine schönen Plätze für Jugendliche im Dorf. „Wir denken, dass die Politik hier Verantwortung zu übernehmen hat“, formulierte es die Initiativen-Sprecherin.

Man wolle jetzt gemeinsam mit der Verwaltung nach Alternativen für den Bereich schauen, in den die Skaterfläche sollte. „Wir hoffen, dass nach guten Vorschlägen von unserer Seite weitere finanzielle Mittel freigegeben werden“, so Lennarz. Allerdings ließen in der Sitzung sowohl CDU wie auch FDP durchblicken, dass für sie in Sachen Pech das Ende der Fahnenstange erreicht ist.