Brand in Rheinbach: Polizei: Fahrlässigkeit löste vermutlich Feuer aus

Brand in Rheinbach : Polizei: Fahrlässigkeit löste vermutlich Feuer aus

Gutachter suchen weiter nach Details zum Brand am Sonntag im Rheinbacher Gewerbegebiet an der Boschstraße, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde.

Offenbar aus Fahrlässigkeit des 39 Jahre alten Werkstattinhabers ist am Sonntagmorgen das verheerende Feuer in einer Autowerkstatt an der Rheinbacher Boschstraße entstanden. Wie Polizeisprecher Robert Scholten auf GA-Anfrage berichtete, gehen die Ermittler, die gestern den Brandort genau in Augenschein nahmen, von „fahrlässigem Handeln im Arbeitsablauf einer Werkstatt“ aus, wie Scholten sagte.

„Wir haben bislang keine Anzeichen für ein vorsätzliches Handeln“, erklärte der Polizeisprecher, der selbst viele Jahre als Brandermittler arbeitete, ehe er in die Pressestelle der Bonner Polizei wechselte. Worin genau das offenbar fahrlässige Verhalten des Werkstattinhabers besteht, dazu wollte Scholten keine Stellung nehmen. Ein Gutachter werde sich weiterhin ein Bild davon machen, wie es zu den Flammen kommen konnte.

Schwer verletzt war der Werkstattchef aus Rheinbach mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Am Sonntagmorgen gegen 8.36 Uhr ging der Feueralarm bei der Rheinbacher Wehr ein, woraufhin 120 Einsatzkräfte zum Großbrand ausrückten. Unter anderem brannten Fahrzeuge, Kunststoffe und Benzine. Die schwarzen Rauchschwaden des Feuers im Gewerbegebiet an der Rheinbacher Umgehungsstraße waren kilometerweit sichtbar. Neben den Wehren aus Rheinbach waren auch Kräfte aus Bornheim mit dem Messzug im Einsatz, um den Gehalt an Schadstoffe in der Luft zu messen.

Eine Gefahr für die Anwohner habe laut Feuerwehr aber nicht bestanden. Den Schaden beziffert Scholten auf „mehrere Hunderttausend Euro“.

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