SPD will Lindlar in den Ruhestand schicken

SPD will Lindlar in den Ruhestand schicken

Sozialdemokraten stellen sich für die Landtagswahl auf. "Der RP schadet der Region"

Für die SPD Rhein-Sieg und ihre vier Landtagskandidaten steht ein Personalwechsel nach dem erhofften Gewinn der Landtagswahl am 9. Mai ganz oben auf der Agenda. Sie wollen den Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar in den Ruhestand schicken. "Lindlar muss weg, der schadet der Region immer wieder", sagte gestern Parteichef Sebastian Hartmann, ehe er mit Delegierten und Kandidaten zum Parteitag der nordrhein-westfälischen SPD nach Dortmund aufbrach.

Als Beispiele nannte der Troisdorfer Landtagsabgeordnete Achim Tüttenberg Lindlars Haltung in Sachen Gesamtschule, beim Thema Quarzkies- und Ton- abbau im linksrheinischen Kreis und beim Streit um die Erweiterung der Industriemülldeponie in Troisdorf. In Dortmund wurde gestern der Landesvorstand der SPD neu gewählt. Heute steht unter anderem die Aufstellung der Reserveliste für die Landtagswahl auf dem Programm.

Dabei sind laut Hartmann keine Überraschungen zu erwarten, haben sich die vier NRW-Bezirke der SPD doch abgesprochen. Demnach soll der Troisdorfer Tüttenberg auf den als sicher geltenden Platz 25 der Landesliste gesetzt werden. Bei der Wahl 2004 zog die Liste bis Platz 44. Allerdings weist Hartmann darauf hin, dass die Wähler diesmal wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen haben und die beiden Wahlen von daher nicht ganz vergleichbar seien. Zudem setzt die SPD darauf, möglichst alle vier Wahlkreise im Rhein-Sieg-Kreis direkt zu gewinnen. "Wir haben eine gute und motivierte Mannschaft, und wir werden einen intensiven Wahlkampf bestreiten", kündigte Hartmann an.

Achim Tüttenberg (Wahlkreis Troisdorf, Niederkassel, Siegburg) ist naturgemäß der Erfahrendste in der Kandidaten-Riege. Planung, Verkehr und Finanzen sind seine Spezialgebiete im Landtag. Folke große Deters (Rheinbach), der im Linksrheinischen antritt, ist der Jüngste im Quartett und nennt Jugend und Bildung als sein Metier. Die Unternehmerin und Naturwissenschaftlerin Beate Kummer (Bad Honnef) - Wahlkreis Bad Honnef, Königswinter und Sankt Augustin - hat die Frauenpolitik sowie ökologisches Wachstum im Visier. Den Gewerkschaftsflügel vertritt der Hennefer Dirk Schlömer (Wahlkreis Lohmar, Neunkirchen-Seelscheid, Much, Ruppichteroth, Hennef, Eitorf und Windeck).

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