Neben der Wetterstation in Troisdorf: Hinter dem Rotter See entsteht eine Hochzeitswiese

Neben der Wetterstation in Troisdorf : Hinter dem Rotter See entsteht eine Hochzeitswiese

Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen: Zu feierlichen Anlässen können Troisdorfer ab sofort Bäume pflanzen lassen. 4000 Quadratmeter Wiese stellt die Stadt dafür zur Verfügung.

Noch wachsen zahllose Melden auf dem schmalen Streifen neben der Wetterstation von donnerwetter.de im Troisdorfer Ortssteil Rotter See. Doch das soll sich bald ändern. Rund 4000 Quadratmeter Fläche hat die Stadt dort nach einem Bürgerantrag der Jungen Union für eine Hochzeits- und Heimatwiese ausgewiesen.

Die Idee dahinter: Jeder Baum ist wichtig, weil er Kohlendioxid bindet und Sauerstoff erzeugt. Hochzeitsbäume könnten eine gute Gabe für Natur und Klima sein. So war es einst Sitte, anlässlich einer Hochzeit einen Baum als Zeichen für Fruchtbarkeit und Beständigkeit zu pflanzen, erklärte Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski zum Start der Aktion.

Und weil nicht nur Hochzeitspaare dort Bäume pflanzen können, sondern auch Geburtstagskinder oder Jubilare, geht Jablonski mit gutem Beispiel voran und stiftet zu seinem 60. Geburtstag in der kommenden Woche einen Kirschbaum. Der werde allerdings noch nicht Ende Juli gepflanzt, erläuterte Umweltamtsleiterin Ulrike Tesch. Alle Bäume würden in der Pflanzperiode im Herbst gesetzt.

Jeder Baum erhält eigene Kennzeichnung

Die Fläche liegt an der Evrystraße in unmittelbarer Nähe zum südlichen Ufer des Rotter Sees. Die Lage eigne sich besonders für diesen Zweck, weil das Naherholungsgebiet Rotter See viele Besucher anzieht, ist die Stadt überzeugt. Der den See umrundende Weg führt direkt an der ausgewählten Fläche vorbei. Die neu entstehende Hochzeits- und Heimatwiese könne von vielen Erholungssuchenden besucht werden.

Auf der Wiese können in der nächsten Pflanzperiode in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Bäume gepflanzt werden: zur Trauung, Goldhochzeit, Geburt eines Kindes oder auch als besonderes Geschenk an Verwandte und Freunde. Jeder Baum erhält seine eigene Kennzeichnung mit einem Schild, auf dem die Namen, der Anlass und der Tag des Anlasses vermerkt sind.

Die Fläche ist bereits mit einer Blütenmischung eingesät, sodass spätestens im nächsten Jahr ein bunter Blütenteppich die neu gepflanzten Bäume zur Geltung bringen wird.

Obst- oder Laubbäume stehen zur Auswahl

Interessierte Bürger können zwischen der Pflanzung eines Obstbaums (Apfel, Birne oder Kirsche) oder eines heimischen Laubbaums (Eiche, Sandbirke oder Winterlinde) wählen. Das Troisdorfer Umweltamt organisiert die Pflanzung der Bäume zusammen mit einer Fachfirma an einem Termin im Spätherbst. Zur Pflanzaktion sind alle beteiligten Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Mit einer einmaligen Zahlung von 150 beziehungsweise 200 Euro pro Baum werden die Anschaffungskosten, die Pflanzung, die Baumpflege sowie seine Kennzeichnung in Teilen finanziert. Die Stadt Troisdorf übernimmt alle weiteren Kosten einschließlich der langjährigen Pflege.

Eine Broschüre zum Download findet sich auf www.troisdorf.de in der Rubrik „Wirtschaft/Bauen“, Stichwort „Umwelt“.

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